zur Navigation springen

Zeitung für die Landeshauptstadt

10. Dezember 2016 | 05:55 Uhr

Schweriner Lebensretter : Ruhiger Seegang an den Stränden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ende der Wassersportsaison – DRK-Geschäftsführer Jens Leupold zieht Fazit für die Wasserwacht: „Normale Saison, wenige Vorfälle“

Immer dann, wenn die Temperaturen niedriger werden und der Wind rauer wird, ist sie vorbei: die Badesaison. Doch nicht nur Schwimmer und Wassersportler verbringen im Sommer viel Zeit an den Seen der Landeshauptstadt: Auch die Mitglieder der DRK-Wasserwacht sind immer vor Ort und haben die Aufsicht über die Badegäste. Auch für sie ist nun der Sommer passé. Doch wie ist die Saison eigentlich gelaufen?

„Im Großen und Ganzen sind wir mit den vergangenen Monaten zufrieden“, sagt Jens Leupold. Laut dem Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Schwerin habe es einige Wasserrettungen und die üblichen Schnittverletzungen gegeben. „Einmal mussten wir am Zippendorfer Strand auch einen Rettungswagen alarmieren. Das ist aber ganz normal“, erklärt Leupold. Als Reaktion auf den Badeunfall im vergangenen Jahr habe der DRK-Kreisverband Anfang dieses Jahres einen Vertrag mit der Stadt geschlossen, um die Aufsicht an den Standorten Zippendorfer Strand und Lankow besser zu gewährleisten, so der Schweriner weiter. „Seitdem haben wir sechs hauptamtliche Mitarbeiter, die in den Sommermonaten sieben Tage die Woche an den Stränden über die vielen Schwimmer und Wassersportler wachen.“

Doch die Aufsicht an den Stränden ist nicht die einzige Aufgabe der DRK-Wasserwacht: Die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer bringen auch vielen Menschen das Schwimmen bei. Das Alter spiele dabei keine Rolle: „Von der Wassergewöhnung, die bei etwa einem Jahr anfängt, bis hin zu den verschiedenen Abzeichen in Bronze, Silber und Gold bieten wir alles an“, erklärt Leupold. So können Jugendliche laut Leupold bereits mit 16 Jahren ihr Rettungsschwimmerabzeichen machen. „Und mit 18 Jahren dürfen sie dann am Strand stehen“, sagt der Schweriner.

Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern hätte es in diesem Jahr noch eine weitere besondere Neuerung für die Wasserwächter gegeben: die Aufsicht über die nach Schwerin gekommenen Flüchtlinge. Viele der jungen Menschen, die seit Kurzem in Schwerin leben, könnten laut Leupold nicht schwimmen. „Das ist grundsätzlich überhaupt nicht das Problem. Das Problem ist, dass die Leute einfach ins Wasser springen und die Gefahren nicht richtig einschätzen“, erläutert Leupold. Daher hätten die Rettungsschwimmer zusammen mit der Schweriner Füchtlingshilfe Schwimmkurse für junge Flüchtlinge organisiert.

Um auch in den nächsten Jahren die Aufsicht an den Schweriner Stränden führen zu können, betreibt die DRK-Wasserwacht eine aktive Jugendarbeit. „Unser Verein zählt aktuell 200 Mitglieder, davon ist etwa die Hälfte jünger als 18 Jahre alt“, berichtet Leupold. Doch nicht jeder, der bei der Wasserwacht das Schwimmen lerne, würde auch später am Strand stehen. „Wir gehen mit unserem Rettungsschwimmer-Projekt an die Schulen und hoffen auf neue Mitglieder“, erklärt der Schweriner. Damit auch in Zukunft die Strände der Landeshauptstadt sicher sind.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Okt.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen