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Zeitung für die Landeshauptstadt

10. Dezember 2016 | 08:00 Uhr

70 Jahre Defa in Schwerin : Regisseur Lotz stellt Defa-Klassiker vor

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rosenhagener Filmemacher diskutiert im Werk 3 über „Junge Leute in der Stadt“

Die von der Rosa- Luxemburg-Stiftung geförderte Filmreihe „70 Jahre Defa“ wird heute um 20 Uhr im Werk 3 fortgesetzt. Nachdem zunächst die Anfangsjahre der DDR-Filmagentur beleuchtet wurden und Schweriner Zeitzeugen sich an die Dreharbeiten des Thälmann-Films auf dem Wittenburger Berg zurückerinnerten, heißt es heute: „Die Defa und der Staatsapparat – zwischen Zensur und Förderung.“ Der Regisseur und ehemalige Leiter des Schweriner Filmfestes Karl Heinz Lotz aus Rosenhagen stellt persönlich seinen preisgekrönten Spielfilm „Junge Leute in der Stadt“ aus dem Jahre 1985 vor. Nach der Filmvorführung wird er auch zur Diskussion sprechen.

Er baute in den Film, der in der Zeit der Weltwirtschaftskrise 1929/30 spielt, viele historische Dokumentaraufnahmen ein, die der Geschichte einen perfekten und höchst authentischen Hintergrund geben. So gelingt ihm ein gültiges, emotional bewegendes Porträt der Jugend mit all ihren Problemen und Sehnsüchten. Auf dem Filmfestival 1987 in Oberhausen wurde der Film mit dem Preis der Interfilm-Jury ausgezeichnet.

Die Film-Handlung spielt 1929 in Berlin. Der junge arbeitslose Taxifahrer Emanuel sieht für sich in der Stadt keine Chance mehr und will irgendwo außerhalb sein Glück versuchen. Sein Freund Fritz leiht ihm sein Taxi zu einer letzten Fahrt, auf der er die Tänzerin Susi kennen lernt. Sie ist jung, schön und überredet ihn, zu bleiben. Doch bald gibt es Probleme. Während einer Demonstration wird ein Polizist niedergestochen und Emanuel wird als Täter verdächtigt.

BU: Das Original-Filmplakat aus dem Jahr 1985.

(Foto: Archiv Karl Heinz Lotz/Icestorm)

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