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Zeitung für die Landeshauptstadt

29. August 2016 | 21:49 Uhr

Gemeinsame Initiative : Region will mehr Fachkräfte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Pendlerpost“ mit Stellenanzeigen erscheint künftig in 65 000 Exemplaren und wird der SVZ beigelegt

Auf der Suche nach dringend benötigten Fachkräften in Westmecklenburg bündeln viele Partner jetzt die Kräfte: Die „Pendlerpost“, seit 2012 von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg herausgegeben, erscheint künftig in einer Auflage von 65 000 Exemplaren für die gesamte Region. Fördermittel aus dem Wirtschaftsministerium machen es möglich. Medienpartner ist das medienhaus:nord. Einmal pro Quartal wird die Pendlerpost mit Stellenangeboten nun der Schweriner Volkszeitung beigelegt.

„Die Sicherung von Fachkräften ist eine der wesentlichen Herausforderungen für Unternehmen in unserem Land“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gestern bei der Präsentation des Projektes im medienhaus:nord. Die Perspektiven, in Mecklenburg-Vorpommern einen Ausbildungs- oder einen Arbeitsplatz zu finden, hätten sich zwar deutlich verbessert, der demografische Wandel mache sich aber auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. „Wir brauchen die Fachkräfte im eigenen Land“, betonte Glawe. Ein erhebliches Potenzial zur Sicherung des Fachkräftebedarfs stellten dabei gerade die Auspendler dar.

Nach Angaben von Glawe pendeln allein rund 18 000 Menschen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, um etwa in Schleswig-Holstein und Hamburg zu arbeiten. Etwa 15 000 Auspendler gäbe es im Kreis Nordwestmecklenburg. Gerade diese Arbeitskräfte sollen mit der Pendlerpost erreicht werden, um sie auf attraktive Jobs auch in der Region aufmerksam zu machen.

„Wir freuen uns, dass wir die Pendlerpost nun auf eine breitere Grundlage stellen können“, erklärte Berit Steinberg, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg. Am 27. März werde die erste neue Ausgabe der Pendlerpost in der SVZ erscheinen. Etwa 4500 Exemplare würden aber auch weiterhin auf Pendler-Parkplätzen, in Bürgerhäusern, Ämtern und Tankstellen verteilt, so Steinberg.

Mehr als 3000 offene Stellen gäbe es derzeit in Westmecklenburg, berichtete der Leiter der Schweriner Arbeitsagentur, Dirk Heyden. Hinzu kämen weitere Jobs durch angekündigte Betriebsansiedlungen und -erweiterungen. „Mechatroniker, Elektriker, aber auch Altenpfleger zum Beispiel könnten wir jeden Tag vermitteln“, so Heyden. Er bezeichnete die gemeinsame Pendlerpost-Initiative als deutschlandweit einmaliges Projekt.

Moderiert wurde die Präsentation im Verlagshaus vom stellvertretenden Chefredakteur der SVZ, Max-Stefan Koslik. Medienhaus: nord-Geschäftsführer Andreas Gruczek hatte zuvor die Gäste begrüßt. Unterstützt wird das Pendlerpost-Projekt unter anderem von der Handwerkskammer, der IHK, den drei Jobcentern in Westmecklenburg, dem Landkreis Nordwestmecklenburg, dem Regionalmarketing-Verein Mecklenburg-Schwerin, der Wirtschaftsförderung Schwerin sowie den Sparkassen Mecklenburg-Schwerin und Parchim-Lübz.

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erstellt am 29.Jan.2015 | 20:30 Uhr

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