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Zeitung für die Landeshauptstadt

29. September 2016 | 18:57 Uhr

Winterspass adé : Regenwetter lässt die Eisbahn tauen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Betreiber baut vorzeitig ab: Betrieb ohne Dach bei Plusgraden unwirtschaftlich

Familie Müller aus Kritzow bedauert, dass die Kunsteisbahn auf dem Markt am morgigen Sonntag das letzte Mal geöffnet hat. Am Montag baut Betreiber René Blunk ab. „Wir waren ein oder zwei Tage bei uns auf dem See, als es so kalt war, doch dann war Schluss. Deshalb ist es gut, dass wir jetzt hier Schlittschuhlaufen können“, sagt der zehnjährige Moritz. „Eislaufen macht Spaß“, fügt seine siebenjährige Schwester Eva sofort hinzu. Deshalb waren sie mit ihrem ebenfalls wintersportbegeisterten Vater Andreas und Mutter Ines Müller nach Schwerin gefahren.

Auch James Thomes Vos ist traurig, dass die Eisbahn nur kurz auf dem Markt war. Dem Sportschüler, der gemeinsam mit seiner sportlichen Oma Alice nur so über das Eis flitzt, ist der Spaß am eisigen Vergnügen anzusehen. Doch Sonntag ist Schluss damit.

„Unter wirtschaftlichen Aspekten ist es nicht möglich, die Eisbahn bei dieser Witterung weiter zu betreiben“, sagt René Blunk. Mit einer Überdachung, die gegen Regen und Wind geschützt hätte, wäre es vielleicht möglich gewesen, erklärt er. Doch das habe die Stadt aus Denkmalschutzaspekten abgelehnt. „Ich habe derzeit Betriebskosten von täglich 800 Euro. Das rechnet sich nicht. Das Geld bekomme ich mit Eintrittsgeldern von drei Euro pro Stunde nicht rein. Ohne zusätzliche Hilfe ist das nicht zu schaffen“, sagt der Veranstaltungsmanager.

Bedeutet dies das Ende von Eisbahnen in Schwerin? „Nein“, sagt René Blunk. Mit Sponsoren und öffentlicher Unterstützung sei dies durchaus möglich, ist er sich sicher.

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erstellt am 14.Feb.2016 | 10:00 Uhr

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