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Zeitung für die Landeshauptstadt

05. Dezember 2016 | 09:29 Uhr

Schwerin : Rechte attackieren Zuwanderer auf Marienplatz

vom

Da Beamte vor Ort waren, konnten die Gruppen sofort getrennt werden

Wieder gewalttätige Auseinandersetzung auf dem Schweriner Marienplatz: Etwa 30 Deutsche haben am späten Freitagabend eine Gruppe von etwa zehn Ausländern angegriffen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Da Beamte vor Ort waren, konnten die Gruppen sofort getrennt werden. Ein Jugendlicher erlitt leichte Verletzungen. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs aufgenommen.

Erst am Dienstag hatte es auf dem Marienplatz eine Auseinandersetzung gegeben. Zwei Männer aus Syrien sollen zuerst eine andere Gruppe von Zuwanderern und einem Schweriner attackiert und mit einem Messer bedroht haben. Als ein weiterer Beteiligter den Streit schlichten wollte, sei er geschlagen worden. Die Verdächtigen flüchteten, konnten aber gefasst werden.

Die Kriminalpolizeiinspektion geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Nach ersten Ermittlungen sind mehrere der festgenommen männlichen Tatverdächtigen eindeutig der rechten Szene zuzuordnen.

Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs dauern an. Hierfür sucht die Schweriner Polizei weiterhin Zeugen, die den Vorfall beobachtet und gegebenenfalls Aufnahmen mit dem Handy gemacht haben. Hinweise nimmt das Polizeihauptrevier Schwerin unter der Telefonnummer 0385/ 5180 1560 entgegen.

In dem Stadtgebiet im Zentrum zeigt die Polizei bereits seit Wochen stärkere Präsenz, weil es immer wieder zu Auseinandersetzungen kommt. Auf dem Marienplatz treffen sich laut Polizei immer wieder Gruppen von 20 bis 30 Zuwanderern, laut Polizei zumeist unbegleitete minderjährige Asylbewerber, und auch Gruppen Einheimischer. Die Stadt Schwerin hatte mit dem Einsatz von Sozialarbeitern darauf reagiert.

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