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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. Februar 2017 | 17:01 Uhr

Brücke zwischen Krösnitz & Dwang : Raus aus den Sackgassen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Brückenschlag zwischen Krösnitz und Dwang für Radfernweg umstritten – heute Donnerstag Entscheidungsphase in den Ausschüssen

„Schwerin soll fahrradfreundlicher werden, da sind sich alle einig. Doch immer wenn es konkret wird, gibt es Streit und der bringt verlorene Zeit“, sagt Ilka Wilczek, Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS). Sie würde gern noch im Frühjahr mit dem Bau eines Teilstücks des Radfernwegenetzes beginnen, das am Ostorfer See entlang führt und Dwang und Krösnitz verbindet. Denn für genau dieses Lückenschluss-Projekt winkt eine sehr hohe Förderung. Insgesamt sind 1,8 Millionen Euro für den Bau des 1000 Meter langen Weges inklusive Brückenbauwerk veranschlagt. Doch es gibt Gegenwind. Insbesondere Anwohner vom Dwang sind dagegen (SVZ berichtete). Die Stadt musste Alternativen für die Streckenführungen erarbeiten.

„Nach der jetzt vorliegenden Analyse spricht nichts gegen die ursprüngliche Streckenführung am Ufer entlang“, fasst der Ostorfer Ortsbeiratsvorsitzende Daniel Meslien zusammen. „Die Bevölkerung steht dem Radweg wohlwollend gegenüber. Viele können kaum erwarten, dass es endlich los geht.“

„Alle Fakten sprechen für den Weg und für die Linienführung am Ufer“, sagt auch Ilka Wilczek. „Die Erfahrungen mit anderen Projekten am Wasser zeigen doch, dass die Schweriner wollen, dass die Uferkanten erlebbar werden.“ Sie erinnert an die Burgsee-Promenade oder die Weiterführung der Schlosspromenade bis zu den Waisengärten. Auch der Franzosenweg und der Rundkurs um den Faulen See gehören zu den beliebtesten Wegen der Schweriner, weiß sie.

„Seit über die Verbindung zwischen Krösnitz und Dwang diskutiert wird, haben wir viel Zuspruch für das Projekt bekommen. Spaziergänger und Radfahrer wünschen sich den Lückenschluss zwischen den beiden Halbinseln, der die Sackgassensituation beenden würde. Mit diesem Radweg tun wir richtig viel für die touristische Entwicklung der Landeshauptstadt“, betont die SDS-Chefin und wendet sich vehement gegen den Vorwurf, hier werde Steuergeld verschwendet. Das hätten vor der Bundesgartenschau 2009 auch viele zu verschiedenen Buga-Projekten wie etwa der Schwimmenden Wiese oder Burgsee-Erweiterung bis zum Bertha-Klingberg-Platz gesagt und sich hinterher über die Investitionen in die Stadtentwicklung gefreut.

Einen weiteren Vorwurf der Gegner entkräftet SDS-Projektleiterin Marlies Bachmann: „Am Argument, die Brücke würde mit mehr als zehn Prozent Steigung für Rollstuhlfahrer zu steil sein, ist nichts dran. Das Gefälle beträgt nicht einmal sechs Prozent.“

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erstellt am 15.Feb.2017 | 20:45 Uhr

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