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Zeitung für die Landeshauptstadt

10. Dezember 2016 | 15:37 Uhr

Neuer Song aus Schwerin : Projekt: Liebe – mit viel Musik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Sänger und Komponist startet Anti-Terror-Aktion: Song im nächsten Monat zum freien Download zu haben

Es sind manchmal die ganz spontanen Einfälle, die eine Welle lostreten, von der man heute noch nicht weiß, wo sie letztlich landet oder was sie bewirkt. So geht es dem Schweriner Singer und Songwriter Alex Nolze mit seinem aktuellen Projekt „Alex N’s Project“. 15 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September in New York hat ihn die erneute Berichterstattung inspiriert, verbunden mit all den aktuellen Bezügen zum Terror in Belgien und Frankreich: „No more terror, only love“ – lautete die Zeile, die Nolze einschoss. Wie es bei Vollblutmusikern eben so ist, gesellte sich gleich eine Melodie im Kopf dazu. Der 52-Jährige suchte, forschte und war erstaunt: Trotz all der Grausamkeiten von Al-Quaida bis IS – „No more terror, only love“ hat bislang noch niemand verwendet. Nolze handelte schnell. Er ließ sich die Zeile rechtlich schützen, ebenso wie den Songtitel, dessen Inhalt immer mehr Gestalt annahm: „The tears of hope“ – „Die Tränen der Hoffnung“. Und was als spontane Idee begann, ist mittlerweile ein groß angelegtes Projekt, von dem Alex Nolze noch nicht sagen kann, wo es enden wird.

Klar ist: Im Dezember soll es den Song „The tears of hope“ für jeden zum kostenfreien Download auf der Internetseite www. alex-ns-project.com geben. Der Schweriner IT-Experte Andre Reich hat die Arbeit für Nolze erledigt. Dort können auch eigens von Thomas Köhler-Barth von der Schweriner Firma Design und Druck gefertigte Shirts mit den Aufdrucken „The tears of hope“ und „No more terror, only love“ gekauft werden.

Auch ein eigens mit einer der unter Jugendlichen angesagtesten Techniken produzierte Video wird auf der Homepage zu sehen sein. Aber dann? „Das liegt ja nicht an mir“, sagt Alex Nolze. Natürlich werde er, der als Musiker auf Partys, Festen und Hochzeiten sowie als Komponist von Werbesongs sein Geld verdient, „The tears of hope“ den Plattenfirmen anbieten. Auch freut er sich über die die angekündigte Unterstützung durch den NDR. Aber auf das Echo der Labels habe er keinen Einfluss. Dass er mal bei Sony ein Album produziert hat, könne heute kaum mehr helfen, sagt der Musiker.

„The tears of hope“ ist neben dem zeitgemäßen Text – von Nolze auf deutsch und englisch produziert – charttauglicher Mainstream. Starke Beats, viel Synthesizer, Nolzes prägnante Stimme und zum Song-Inhalt passend eingespielte Nachrichten-Texte von Berichten über Terroranschläge. Das ist zeitgemäß und trendig. Dazu passt auch das Video mit der 14-jährigen Protagonistin. Sie nutzt das Handy-Programm „musical.ly“, mit dem Songs per Video aufgenommen werden können und dann trotz der Lippensynchronität zeitlich verfremdet gepostet werden – schneller, langsamer, mit Effekten versehen… Wie bei Instagram mit Fotos können dann Freunde die 15-Sekunden-Schnipsel sehen und bewerten. Für „The tears of hope“ werden die 15 Sekunden dauernden Videos zu einem songfüllenden aneinandergereiht. Die junge Schweriner Protagonistin macht darin mit zum Text passenden Gesten und stakkatohaften Bewegungen, die an die Ära Breakdance erinnern, im ersten Demo-Tape eine beeindruckend professionelle Rolle, währen der Komponist und Sänger sich hinter einer Sonnenbrille zurückzunehmen versucht.

Freundschaftsanfragen auf Facebook kann der Schweriner seit Start seines Projektes im Übrigen nicht mehr annehmen. Seit „The tears of hope“ ist die Nachfrage nach dem Schweriner explodiert. Innerhalb weniger Tage hatte er 5000 Facebook-Freunde – und bei dieser Zahl macht Mark Zuckerberg bei Privatpersonen zu. Deshalb hat er die eigene Homepage für das Projekt gegen den Terror in der Welt geschaffen. Dort geht es angesichts noch fehlender Inhalte nicht so wild zu. Aber man kann gespannt sein, was passiert, wenn der fertige Song dort bereitsteht.

„Ich seh in ihren Augen diese Tränen. Ich sehe diese Hoffnung, die sie sähen. Ich seh in ihren Seelen einen Schrei, diese Verzweiflung schwer wie Blei …und doch … ich seh…. The tears of hope. Ich sehe diese Tränen, die sie treibt, nur für die Hoffnung, die ihnen bleibt“, hat Alex Nolze getextet. Manchmal ist die Einfachheit eben auch die Klarheit.

>> Hier sehen Sie das Video „The tears of hope“ von Alex N’s Project

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