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Zeitung für die Landeshauptstadt

09. Dezember 2016 | 14:33 Uhr

Verkehrskontrolle auf A14 und in Lübesse : Polizei nimmt Laster ins Visier

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stolper Beamte beteiligen sich an europaweiter Aktion mit Messstellen auf der A 14 am Plater Berg und an der L 72 bei Lübesse

Den Schwerlastverkehr zwischen Schwerin und Ludwigslust hatten 18 Beamten von der Autobahnpolizei gestern Vormittag im Blick – und das gleich doppelt. „Wir haben nicht nur auf der A 14 am Plater Berg kontrolliert, sondern auch an der Landesstraße 72 bei Lübesse“, berichtet Polizeihauptkommissar Frank Goede, der Stolper Polizeichef. „Damit konnten wir auch die Fahrzeuge erfassen, die von der Kontrolle auf der A 14 gehört hatten und auf die alte B 106 ausgewichen sind.“ So jedenfalls war die fünfstündige Kontrolle angelegt.

Doch gestern zwischen 5 und 10 Uhr war nicht viel los – auf beiden, parallel verlaufenden Verkehrsachsen. Gerade mal 25 Laster, Kleintransporter oder Fahrzeuge mit Anhänger wurden durch die Beamten gestoppt und kontrolliert. Auch die Anzahl von 16 Verstößen hört sich nicht viel an, ist aber im Verhältnis zu den kontrollierten Fahrzeugen hoch, wie Polizeisprecher Klaus Wiechmann betont. „Es waren aber keine schweren Verstöße.“ Da fällt schon ein schwer wiegender Verstoß auf: Ein Schrottsammler aus der Region wollte „das Altmetall nur schnell nach Schwerin bringen“. Pech nur, dass sein für 3,5 Tonnen zugelassener Pritschenwagen fast vier Tonnen wog. Und auch der Lasterfahrer, der Pferde transportierte, staunte nicht schlecht, was den Beamten alles auffiel. Beim schon arg ramponierten Gespann läuft bald der TÜV ab: Vor der Kontrolle muss mehr als nur das angebundene Rücklicht der Zugmaschine in Ordnung gebracht werden. Gravierender jedoch: Der notwendige Sicherheits-Check für Tiertransporte war schon abgelaufen. 50 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg als Strafe für den Fahrer sind dabei noch nicht alles. „Auch der Halter wird Post von uns erhalten“, betont Wiechmann. Dem droht ein doppeltes Bußgeld.

Verstöße gegen Lenkzeiten und schlechte Sicherung der Ladung kamen in einigen Fällen hinzu. Die Fahrer zahlten ihre Strafen gleich bar. „Brummipiloten sind Berufsfahrer. Die stehen für ihre Fehler gerade, die meisten verhalten sich bei Kontrollen professionell“, betont Wiechmann.

Ein finnischer Fahrer musste aber schon schlucken: Das Fahrzeug fiel auf, weil es vor der Blitzerstelle an der L 72 in Richtung Ludwigslust stark abbremste. Beim Auslesen des Fahrtenschreibers stellte sich heraus, dass der Fahrer andernorts mit Tempo 81 durch eine 60-Zone gefahren war: 100 Euro Sicherheitsleistungen wurden fällig. Eine solche Summe musste der Finne schon tags zuvor bei einer anderen Kontrolle zahlen...

„Solche Kontrollen sind unser Alltagsgeschäft“, fügt Frank Goede an. Zumeist kontrollieren die Autobahnpolizisten aus ihren Wagen heraus den fließenden Verkehr. Die Aktion gestern an den festen Messstellen gehört zu den europaweiten Kontrollen Tispol. „Damit soll gerade jetzt zu Beginn der Wintersaison den Berufskraftfahrern deutlich gemacht werden, wie wichtig die technische Sicherheit der Fahrzeuge ist“, betont Goede. Und deshalb gibt es auch am morgigen Freitag eine weitere Großkontrolle. Wo genau im Landkreis Ludwigslust-Parchim, das verrät der Polizeihauptkommissar aber nicht.

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erstellt am 12.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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