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Zeitung für die Landeshauptstadt

09. Dezember 2016 | 22:17 Uhr

Schweriner Dienstleister : Optikerin auf Hausbesuch

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Dienstleister beim Kunden: Katja Neunzling bietet Bestimmung der Sehstärke und Brillenberatung auf Wunsch auch vor Ort an

Die Augen werden schlechter und eine Brille wird dringend benötigt, doch der Weg zum Optiker fällt schwer. Vor diesem Problem stehen besonders ältere Schweriner. Aber auch mobil eingeschränkte oder bettlägerige Menschen gehören zu den Kunden von Katja Neunzling. Die Augenoptikerin bestimmt die Sehstärke vor Ort beim Kunden. In dieser Woche stellt SVZ einige der Dienstleister vor, die wie die Optikerin ihren Service nicht nur in den eigenen Räumen, sondern auf Wunsch auch beim Kunden anbieten.

„Natürlich können wir nicht so eine ausführliche Augenprüfung wie im Geschäft anbieten, denn viele der Geräte kann ich nicht transportieren“, erklärt Katja Neunzling. „Aber auch die einfache Kontrolle hilft schon vielen weiter.“ Ist es den Kunden irgendwie möglich, empfiehlt sie jedoch den Besuch im Geschäft, die Hausbesuche fungieren oft nur als Notbehelf. In den eigenen vier Wänden, in Heimen oder in der Klinik kann vieles nicht so optimal gemacht werden wie im Geschäft. Die Räume am Grünen Tal sind rollstuhlgerecht und über den Arzt kann ein Transport organisiert werden.

Mit einem Koffer und einer Lesetafel ausgestattet macht sich die Optikerin auf den Weg zu ihren Kunden. „Es läuft etwas verhalten, das Angebot ist noch nicht so bekannt“, bedauert die 43-Jährige. Sie ist dabei auf die Hilfe der Schwestern in Krankenhäusern und Pflegeheimen angewiesen ebenso wie auf die Angehörigen, die sich im Internet informieren. „Leider machen die Augenärzte in der Stadt keine Hausbesuche“, sagt sie.

Bei den Kunden wird dann die Lesetafel aufgehängt, auf der Buchstaben abgedruckt sind, und der Koffer geöffnet, in dem sich die verschiedenen Sehstärken befinden. Außerdem hat Katja Neunzling auch immer eine Auswahl an unterschiedlichen Brillenmodellen dabei. „Momentan darf es auch bei den Älteren gern etwas Modernes sein.“

Seit 2010 bietet die Inhaberin von „Augenoptiker Harry Günther“ die Hausbesuche im Schweriner Stadtgebiet an. Bei Besuchen im Umland wird eine Pauschale fällig, ebenso wie bei Reparaturen der Brillen, die bei dem Optiker gekauft wurden. „Die Arbeit beim Kunden vor Ort erinnert mich immer ein bisschen an meine Lehrjahre“, erzählt Katja Neunzling. „Ich fange ganz von vorne an.“ Oft ist sie nicht nur Augenoptikerin, sondern auch Gesprächspartnerin. „Ich arbeite gerne mit älteren Menschen, habe mit der Zeit auch aus privaten Gründen ein Verständnis für die Bedürfnisse der Heimbewohner entwickelt.“


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erstellt am 08.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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