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Zeitung für die Landeshauptstadt

29. Juli 2016 | 17:57 Uhr

Kleidercontainer : Neue Regeln für Lumpensammler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Stadt gestaltet das Sammeln von Alttextilien neu und hofft dabei, dass die Containerstellplätze sauberer werden

Allerorten quellen im Stadtgebiet die Abfallcontainer über. Nicht nur die für Altglas oder Verpackungen mit den Grünen Punkt. Auch die Boxen für Altkleider sind betroffen. Dazu kommt: Immer häufiger werden diese Container von gewerblichen Sammlern irgendwo hingestellt, gern auch auf Privatgrundstücke wie an Einkaufszentren. „Die illegal aufgestellten Container beeinträchtigen das Stadtbild, nicht nur durch vielfach verschmutzte Container, sondern auch durch herumliegende Kleidersäcke und andere Nebenablagerungen (Vermüllung)“, heißt es dazu in einer Vorlage für die Stadtvertretung. Jetzt soll die Altkleidersammlung im gesamten Stadtgebiet neu geregelt werden.

Haben bisher gemeinnützige Organisationen und gewerbliche Sammler die alten Sachen und Schuhe in Schwerin gesammelt, so will die Stadt die Aufgabe in Zukunft selbst übernehmen. Allerdings wird sie sich nicht selbst in das lukrative Geschäft stürzen, sondern Vereinbarungen mit dem Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeitslosenverband, dem Diakoniewerk Kloster Dobbertin und dem Verein Planung & Technik abschließen, die bereits seit 1992 die Altkleider in Schwerin einsammeln, verwerten und damit gutes Geld verdienen. Anders als in anderen Städten wie beispielsweise Osnabrück, das die Altkleider selbst einsammelt und verwertet und durch den Erlös die Abfallgebühren für die Bürger im Rahmen halten kann, wird Schwerin keine Einnahmen erzielen. „Derzeit sinkt der Preis für Alttextilien“, sagt Axel Klabe, stellvertretender Werkleiter der Stadtwirtschaftlichen Dinestleistungen (SDS). Setzt sich der Trend fort, könnte für die Stadt ein Risiko bestehen – das auf die gemeinnützigen Organisatoren abgewälzt wird.

Auch die Vermüllung der Stellplätze soll der Vergangenheit angehören. Es gab da immer wieder Klagen vor allem über die DRK-Plätze. „Die Organisation hat viele neue Container in der Stadt aufgestellt“, sagt Klabe. „Ich werde noch in dieser Woche mit den Verantwortlichen reden, damit das besser wird.“

Derzeit wollen mehr als 20 gewerbliche Lumpensammler ihre Boxen in Schwerin aufstellen. Bisher hatte die Stadt keine Handhabe, das zu verhindern, zumindest wenn die Container auf privatem Grund standen. „Mit der neuen Verordnung können wir wenigstens besser steuern“, so Klabe.

Neben dem „Unterbinden des „Wildwuchses“ von illegalen Altkleidersammlungen“ und mehr Ordnung an den Stellplätzen hofft die Stadtaußerdem, dass in Zukunft mehr alte Textilien verwertet werden.

 

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erstellt am 23.Okt.2014 | 14:00 Uhr

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