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Zeitung für die Landeshauptstadt

30. September 2016 | 08:39 Uhr

VERSTÄRKUNG GESUCHT : Neubeginn bei Lübstorfs Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Generationswechsel an der Spitze / Gemeinde strebt nach Kauf des Geländes einen Neubau für das Gerätehaus an

Aufbruchstimmung bei der Lübstorfer Feuerwehr – und das gleich doppelt. Mit Sandro Rietentiet (43) und Felix Benthin (23) haben die Kameraden zwei junge Männer im Dezember an die Spitze ihrer Wehr gewählt. Ihre Wahl wurde jetzt von den Gemeindevertretern bestätigt, beide wurden zu Ehrenbeamten ernannt. Und mehr noch: In möglichst naher Zukunft sollen die Kameraden nicht nur auf gute Einsatztechnik zurückgreifen können. Die Gemeinde strebt einen Neubau für ihre freiwillige Feuerwehr an. „Weit und breit gibt es wohl keine andere Feuerwehr, die schon so viele Jahre mit einem Provisorium als Gerätehaus auskommen muss“, sagt Bürgermeister Michael Gräning. „Dafür möchte ich allen Kameraden danken, die sich in den zurückliegenden Jahren, ja Jahrzehnten dennoch in unserer Wehr engagiert haben.“

Hintergrund: 1993 zogen die Feuerwehrleute mit ihrer Technik vom früheren LPG-Stützpunkt am Dorfrand in die vormalige Straßenmeisterei an der B 106 um. Die Gemeinde hatte diese Räume angemietet. „Wir wollen Gebäude und Gelände damals kaufen“, blickt Gräning zurück. Doch der Wunsch wurde abgelehnt, da eine weitere Nutzung des Areals als Streugutlager nötig war. Vor zwei Jahren baute das Land an der B 106 am Abzweig Friedensweg neu. „Wir haben unsere Kaufabsicht erneuert und das Gelände Ende vorigen Jahres erworben“, berichtet der Bürgermeister.

Jetzt kann die Gemeinde daran gehen, bessere räumliche Bedingungen für ihre Feuerwehr zu planen – und favorisiert dabei einen Neubau. Denn in die bisherigen Gebäude wurde seit Anfang der 1990er-Jahren nie investiert. Michael Gräning betont, dass Lübstorf einen Neubau allein nicht stemmen kann: „Dafür brauchen wir Fördergeld.“ Damit ist klar, dass es noch keinen konkreten Zeitplan für das Projekt gibt, aber die Weichen sind gestellt.

Dass gilt auch für die personelle Aufstellung der Truppe. Denn in der Lübstorfer Feuerwehr standen die regulären Wahlen an. Neuer Wehrführer ist Sandro Rietentiet, sein Stellvertreter Felix Benthin. „Die können das“, ist Renate Sadowski überzeugt. Sie stand in den zurückliegenden Jahren kommissarisch an der Spitze der Wehr. Rietentiet muss nun noch die Schulbank drücken. Der 43-Jährige ist bislang Truppführer und muss weitere Lehrgänge absolvieren, um Führungskraft zu werden. Zugleich ist er schon jetzt Motor, um neue Mitstreiter für die freiwillige Feuerwehr zu gewinnen. Vier Kameraden kamen allein im vorigen Jahren hinzu, so dass es jetzt wieder mehr als 20 Frauen und Männer sind. „Und es können gerne mehr werden“, betont Rietentiet. Die Werbeaktion in Lübstorf läuft. Und obwohl Lübstorf keine eigene Jugendwehr hat, spreche die auch Kinder an. Im Nachwuchsbereich arbeiten Lübstorfer Blauröcke mit den Alt Metelnern und Seehofern zusammen.

Auch wenn jetzt ein doppelter Neubeginn bei der Lübstorfer Feuerwehr anstehe, sei die in zurückliegenden zwei Jahrzehnten immer gut aufgestellt gewesen, betont der einstige Wehrführer Wilfried Heidelk. „Und dabei arbeiten fast alle unsere aktiven Kameraden außerhalb.“ Zu Einsätzen rücken die Lübstorfer zudem auch die Nachbarorte und an die B 106 aus. Die Wehr ist dementsprechend gut ausgerüstet: Ein Löschfahrzeug mit 5000-Liter-Tank, ein weiteres Einsatzfahrzeug mit Schere und Spreizer an Bord sowie ein Transportfahrzeug stehen zur Verfügung. „Alle top in Schuss“, betont Heidelk. Und Gräning ergänzt, dass die Gemeinde stets drauf geachtet habe, die Wehr gut auszustatten, zumal es an den Räumen haperte.

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