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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. September 2016 | 21:04 Uhr

Zoo Schwerin : Murray hätte es gern noch kühler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Winter im Schweriner Zoo: Der Sibirische Tiger freut sich über die Kälte, andere Tiere pendeln jetzt zwischen Innen- und Außengehege

Die Temperatur knapp über null Grad, leichter Schneefall, Winter im Schweriner Zoo: Majestätisch thront Tiger Murray auf einem Hügel in seinem Gehege. „Die Kälte macht ihm nichts aus“, sagt Sabrina Höft, wissenschaftliche Assistentin im Tierpark. Ein dickes Fell und eine Fettschicht am Bauch schützten Murray. „Minus 40 Grad sind kein Problem für den Sibirischen Tiger“, erklärt Höft. Obwohl in Schottland geboren, entwickle Murray die gleiche Widerstandkraft wie seine Artgenossen in der fernen russischen Heimat.

Nicht ganz so unempfindlich gegen die Kälte sind die Humboldt-Pinguine im Zoo, eigentlich im Norden Chiles und in Peru zu Hause. Im Wasserbecken drehen die putzigen Tiere auch an diesem Wintertag ihre Runden. Problematisch werde bei Minusgraden aber der Landgang, schildert Höft. „Die Pinguine können ausrutschen oder festfrieren.“ Deshalb gäbe es auch einen Zugang vom Pinguin-Haus direkt zum Bassin.

Zwischen beheizter Hütte und Freigehege pendeln die Flamingos. Aufs zugefrorene Wasser dürften die Tiere aus Sicherheitsgründen jedoch nicht, betont Höft. „Die Gefahr, dass sich die Flamingos ein Bein brechen, ist zu groß.“ Zu Pendlern werden an kalten Tagen auch die Erdmännchen des Tierparks. An diesem Tag ist der Außenbereich nicht besetzt, sogar der Ausguck macht einen verwaisten Eindruck. „Die Erdmännchen haben sich in ihre Innenanlage zurückgezogen, wo sie von Besuchern aber auch beobachtet werden können“, erläutert die wissenschaftliche Assistentin.

Gute 20 Grad zeigt das Thermometer im Humboldthaus – Wohlfühltemperatur. Faultier Alwin hat es sich in einer Ecke gemütlich gemacht, döst vor sich hin, Ameisenbär Carlos gönnt sich eine Zwischenmahlzeit aus Fertigfutter und Torf, seine Partnerin Felice genehmigt sich ein Mittagsschläfchen. „Wenn es nicht zu kalt ist, dürfen die Ameisenbären auch im Winter für eine gewisse Zeit auf ihre Außenanlage“, sagt Höft. Warm ist es auch im Tapir-Stall, schließlich soll Pelle nicht frieren. Am 5. Dezember wurde der Junge geboren, nach wie vor liebevoll umsorgt von seiner Mutter Carina.

Fidel trotz Winterwetter sind die Rückenstreifen-Kapuziner in ihrem Außengehege. Die Affen toben, hangeln sich von Ast zu Ast, spiegeln sich im Eis, kneten Sandbrocken. Und freuen sich über ein Leckerli. „Am liebsten mögen die Tiere Nüsse, Gemüse und Obst“, berichtet Höft. Auch die Mähnenspringer lassen sich von den niedrigen Temperaturen nicht den Spaß auf ihrer Anlage verderben. „Bei Regen zieht es die Tiere allerdings in den Stall“, so die wissenschaftliche Assistentin.

Es gibt im Schweriner Tierpark freilich auch Bewohner, die den Winter verschlafen: Bären, Präriehunde, einheimische Reptilien und Amphibien zum Beispiel. Das Zoo-Team hat aber auch in der kalten Jahreszeit jede Menge zu tun. „Wir bereiten schon die neue Saison vor“, verrät Höft.

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erstellt am 14.Jan.2016 | 12:00 Uhr

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