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Zeitung für die Landeshauptstadt

08. Dezember 2016 | 08:54 Uhr

Übergriff auf Siebenjährige : Missbrauch in Schwerin: eine erste Spur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Polizei geht nach Übergriff auf Siebenjährige „ernst zu nehmendem Hinweis“ nach

Im Fall des am Montag im Mueßer Holz missbrauchten siebenjährigen Mädchens gibt es offenbar eine konkrete Spur. „Wir gehen einem ernst zu nehmendem Hinweis nach“, sagte gestern die Sprecherin des Rostocker Polizeipräsidiums, Isabel Wenzel. Den Hinweis habe die Polizei auf den in den Medien veröffentlichten Zeugenaufruf hin erhalten.

Am Montagmittag gegen 12.30 Uhr war das Mädchen von einem etwa 25 Jahre alten Mann in einem Hausflur in der Gagarinstraße missbraucht worden (SVZ berichtete). Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei folgte der Mann dem Kind in den Flur, als es von der Schule kam. Der Täter spricht deutsch, soll 1,75 Meter groß und schlank sein. Seine Haare und seinen Bart beschreibt die Polizei als dunkelbraun.

Anfang Juni hatte es in Rostock einen ähnlichen Fall gegeben. Damals war das Opfer des sexuellen Übergriffs ein neunjähriges Mädchen. Tatort: ebenfalls der Hausflur eines Miethauses. Der Täter: nach wie vor flüchtig.

„Unsere Ermittlungen laufen auf Hochtouren“, betonte Isabel Wenzel. Dabei werde auch geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Schweriner und dem Rostocker Fall gäbe, so die Polizeisprecherin. In beiden Fällen spreche der Täter deutsch, eine Verbindung sei möglich, nach derzeitigem Stand aber eher unwahrscheinlich.

Nach dem Missbrauchsfall in der Gagarinstraße ist die Bestürzung im Mueßer Holz weiterhin groß. „Ich bin entsetzt. Der Vorfall ist zutiefst zu verurteilen“, hatte Ortsbeiratsmitglied Wolfgang Maschke in einer ersten Reaktion gesagt. „Ich hoffe, dass der Täter bald gefasst wird.“ Schwerins Sozialdezernent Andreas Ruhl bot der Familie des betroffenen Mädchens umgehend ein Gespräch und die Unterstützung der Stadt an.

Die Polizei setzt im Schweriner Missbrauchsfall weiterhin auf Beobachtungen und Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen werden dringend gebeten, sich telefonisch unter der Nummer 038208/8882222 im Polizeipräsidium Rostock zu melden.

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erstellt am 12.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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