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Zeitung für die Landeshauptstadt

07. Dezember 2016 | 11:36 Uhr

Schwerins Kultur : Mekka für Bücherfreunde

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Aktion „Eine Straße liest“ erfolgreich: Bekannte Schweriner stellten an 35 Orten Lieblingslektüre vor und sammelten Geld für die Kindertafel

Lesemarathon in der Schelfstadt: Hunderte Schweriner zog es am Sonnabend zur Aktion „Eine Straße liest“ in die Münz- und Puschkinstraße. Denn wegen der großen Resonanz hatte der organisierende Verein die Vorlesereihe auf zwei Straßen ausgeweitet. Es gab insgesamt 66 Lesungen an 35 Orten und fast alle waren brechend voll.

So auch die von Theaterintendant Lars Tietje im Kunst-Kontor. „Ich bin jetzt seit vier Monaten Schweriner und begeistert zu erleben, wie diese Stadt Kultur lebt, wie viele Leute dies mittragen. Es ist schön, in so einer Stadt zu leben. Dazu möchte ich auch einen Beitrag leisten“, sagte Tietje. Er begann mit Lyrik von Schiller und setzte mit Geschichten seines Freundes Prof. Dr. Christoph Stölzl, Präsident der Hochschule für Musik in Weimar, fort.

Erstmals beim Lesemarathon dabei war der Heimatverband, der vor wenigen Tagen seine Geschäftsstelle in der Münzstraße eröffnet hatte. Dort trat zunächst Puppenspielerin Margrit Wischnewski in Aktion, die mit ihrem Figurentheater das Märchen „De Fischer un sien Fru“ spielte. Danach stand Heimatgeschichte im Vordergrund. Verbandvorsitzende Dr. Cornelia Nenz gab Rudolf Tarnows Geschichten von Köster Klickermann zum Besten. Es folgten Ulrike Stern und Dr. Wolf Karge, die Texte von Fritz Reuter und Richard Wossidlo vortrugen.

„Wir sind glücklich, dass wir uns in diese Aktion einbringen können. Es ist eine gute Gelegenheit, unsere Heimatautoren populärer zu machen“, sagte Nenz. „Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wir bei uns in der Geschäftsstelle allmonatlich solche Lesenachmittage durchführen“, regte sie an.

Akteure, die das Lesen fördern wollen, gibt es ja ganz offenkundig sehr zahlreich in Schwerin. Mehr als 50 hatten zum Gelingen von „Eine Straße liest“ beigetragen. Dazu gehörten beispielsweise Bundesministerin Manuela Schwesig, die frühere Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, der langjährige Schweriner und jetzige Rostocker und Neubrandenburger Theaterintendant Joachim Kümmritz oder Hugo Klöbzig vom Vorstand des Kultur- und Garrtensommervereins. „Ich unterstütze gern, was mit Leseförderung zu tun hat. Ich halte es insbesondere mit Blick auf die Kinder für wichtig, sie zum Zuhören zu bewegen und zum eigenen Lesen anzuregen“, begründete Klöbzig.

Cheforganisator Peter Kuhlmann vom Verein „Eine Straße liest“ war mit der diesjährigen Aktion sehr zufrieden. „Wir haben neue Leseorte und Vorlesende, auch neue Formate wie die Kombination mit Musik im Pianohaus Kunze, im ,Form Ost‘ und bei der abschließenden Versteigerung von schönen Kleinigkeiten im Kontor gefunden. Das Ergebnis der Auktion ist mit mehr als 600 Euro überwältigend. Gemeinsam mit dem Inhalt der Sparbüchsen aus den teilnehmen Lokalitäten kommt das Geld der Kindertafel zu Gute.“

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erstellt am 13.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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