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Zeitung für die Landeshauptstadt

01. Oktober 2016 | 09:01 Uhr

Neues Leben am Schweriner Bahnhof : Leben auf dem „Bahnhofscampus“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Investorengruppe plant Wohnungen und Geschäfte im Direktionshaus und auf der Fläche des ehemaligen Bahnbetriebswerkes

Rund 16 Jahre ist es her, dass die Öffentlichkeit das Reichsbahndirektionsgebäude hinter dem Hauptbahnhof betreten konnte. Bis zum Jahr 2000 wurde das große Backsteingebäude von der Deutschen Bahn benutzt. Seitdem stehen die etwa 9000 Quadratmeter leer. Doch das soll sich bald ändern: Anfang diesen Jahres gingen die Eigentumsrechte an eine fünfköpfige Investorengruppe aus Rostock über, die im Reichsbahndirektionsgebäude und auf dem angrenzenden Gelände des ehemaligen Betriebswerkes der Deutschen Bahn einen „Bahnhofscampus“ entstehen lassen will. Dort, wo vor rund 125 Jahren, genauer gesagt am 12. August 1889, die Arbeiten am Reichsbahndirektionsgebäude beendet wurden, sollen Ende 2018 wieder Schweriner arbeiten – und leben.

Die Planungen für die rund 20 000 Quadratmeter Nutzfläche, die das ganze Areal samt Direktionsgebäude umfasst, hat dabei die Immobilienagentur 4Q Invest aus Rostock übernommen. „Unsere Investoren wünschen sich, dass westlich des Hauptbahnhofes wieder Leben herrscht“, erklärt einer der zuständigen Planer. Leben heißt in diesem Zusammenhang: 50 Wohnungen und Räume für unterschiedliches Gewerbe sollen hier für rund 30 Millionen Euro entstehen. „Wir stehen mit einigen Interessenten bereits in Kontakt und freuen uns auf die Ideen möglicher Mieter“, so der Projektverantwortliche. Die Wohnungen seien für das Gebäude in der Dr.-Külz-Straße geplant.

Was genau in die unter Denkmalschutz stehenden Bauwerke einziehen soll, stünde dabei noch lange nicht fest. Ziel sei es aber, das geschichtliche Flair der Backsteinbauten in direkter Nähe zum Bahnhof zu erhalten. Einige Ideen für die Nutzung seien schon etwas weiter ausgereift: So soll im Gebäude nördlich von der Reichsbahndirektion ein Café samt Spielplatz im Hinterhof entstehen – vorausgesetzt, es findet sich ein entsprechender Mieter. Dieser solle, wenn möglich, dann auch die Bewirtung des ehemaligen Theatergebäudes entlang der Gleise übernehmen. Hinsichtlich der Neuverwendung der geschichtsträchtigen Gebäude sind die Planer offen für alles: „Konkrete Ideen sind für uns nicht so wichtig. Wir erhoffen uns Mieter, die Visionen und innovative Ideen haben.“

Bis aber wieder Leben in die alte Reichsbahndirektion und die angrenzenden Gebäude einzieht, werden noch Monate vergehen. Aktuell vermietet die verantwortliche Immobilienagentur bereits einige Parkplätze auf dem ehemaligen Betriebswerkareal.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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