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Zeitung für die Landeshauptstadt

07. Dezember 2016 | 23:10 Uhr

Musikschulen in Schwerin : Kunstschulen erhalten Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt gießt ihre Förderung in längerfristige Verträge und freie Träger freuen sich über Anerkennung ihrer Arbeit

Zufriedene Gesichter in der Musik- und Kunstschule Ataraxia und der Schule der Künste: Das städtische Kulturbüro hat die Förderung der freien Kunst- und Musikschulen in längerfristige Zielvereinbarungen gefasst. Sie soll im nächsten Jahr in Kraft treten und Planungssicherheit bringen.

„Wir haben den Entwurf dem Kulturausschuss vorgestellt. Er hat zugestimmt. Auch mit den beiden Kunst- und Musikschulen sind wir uns einig“, sagt Kulturbürochef Dirk Kretzschmar. Unterzeichnet werden könne die Vereinbarung indes erst, wenn der städtische Haushalt beschlossen sei, fügt er erklärend hinzu.

Die Fraktionen der Unabhängigen Bürger und der CDU begrüßen die Vereinbarung. „Wir freuen uns, dass nun die von uns geforderte jährliche Erhöhung der Fördermittel kommt“, erklärten die beiden Fraktionsvorsitzenden, Silvio Horn (UB) und Sebastian Ehlers (CDU). „Nun werden erstmals die Fördermittel um zwei Prozent jährlich angehoben. Natürlich muss man in der momentanen Haushaltssituation sparsam wirtschaften. Aber wir können die betriebswirtschaftlichen Realitäten bei der Förderung von Kultur- und Bildungsangeboten nicht außer Acht lassen“, so die beiden Fraktionschefs. Die Stadtvertretung hatte auf Initiative von UB und CDU 2015 einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Die Zielvereinbarung mit Ataraxia sieht unter anderem vor, dass die Musik- und Kunstschule ganzjährig Kurs-, Projekt- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche bereit hält sowie offenen Projektangebote für Kitas, Schulen, Vereine und Familien. Zudem werden öffentliche Veranstaltungsformate wie Konzerte, Aufführungen, Ausstellungen oder Workshops erwartet sowie Kooperationen mit Schulen, Vereinen, sozialen Einrichtungen und eine breit gefächerte Integrationsarbeit. Im Gegenzug erhält die Schule im nächsten Jahr 102 000 Euro. Die Summe wird in den Folgejahren dynamisiert. Ähnlich ist die Zielvereinbarung mit der Schule der Künste formuliert, dort beträgt die Förderung aus dem Kulturtopf zunächst 16 100 Euro, die Summe wird später ebenfalls erhöht.

„Der Vertrag bringt uns Sicherheit“, sagt Gerit Kühl, Geschäftsführerin der Musik- und Kunstschule Ataraxia. „Damit endet die alljährliche Zitterpartie, dass der Zuschuss bei Haushaltsdebatten oder Sparvorgaben für die Stadt gestrichen wird.“

Holger Reschke, Geschäftsführer der Schule der Künste, hebt noch einen anderen Aspekt hervor: „Ich hoffe, dies wird als Anerkennung unserer Arbeit gesehen.“

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erstellt am 18.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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