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Zeitung für die Landeshauptstadt

30. Mai 2016 | 14:30 Uhr

Schwerin : Kulturmacher gehen neue Wege

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Finanznot zwingt zur Zusammenarbeit: Gründlich vorbereitete Konferenz bringt Akteure an einen Tisch, baut Netzwerke und Strategien

Wenn mehr als 80 Schweriner am Wochenende zu einer tagfüllenden Konferenz gehen, lässt das aufhorchen. Und das Ergebnis der Kulturkonferenz mit Beratungen und weiterführenden Diskussionen in drei Arbeitskreisen kann sich sehen lassen: Schwerins Kulturmacher bauen Berührungsängste ab, rücken enger zusammen, wollen mehr kommunizieren und gemeinsam neue Wege gehen. Der Maler und Grafiker Ulf Rickmann fasst das Konferenzergebnis so zusammen: „Die Initiative der Stadt ist aufgegangen und trägt Früchte.“

Zunächst ging es bei der Tagung im Plenum um das Kulturkonzept der Stadt, dessen Entwurf gerade diskutiert wird (SVZ berichtete), dann um neue Förderrichtlinien des Landes und letztebs in Arbeitskreisen um die Themenkomplexe bürgerschaftliches Engagements für Kultur, die Rolle von Kultur im öffentlichen Raum und das Spannungsfeld Event-Kunst und kulturelle Grundversorgung.

„Wir haben gute Strukturen, gute Initiativen und dank eines breiten Ehrenamtes auch Schlagkraft. Es ist an der Zeit, über Bewegung und Inhalte zu reden, statt uns nur zu verteidigen“, sagte Ralph Reichel, Theater-Dramateur und Mitinitiator der Kulturschutz-Initiative. Der von ihm moderierte Arbeitskreis hatte sich für eine „Verstetigung des Instruments Kulturkonferenz als Beratungsgremium der Stadt“ ausgesprochen. Der Kulturrat, der sich vor einigen Tagen gegründet hat, soll in der Zwischenzeit als Schaltstelle für den Informationsaustausch dienen. Unter der Internet-Adresse kulturschutz@web.de können Daten eingegeben und Informationen abgerufen werden. Als zukunftsweisend stellte Reichel die Initiative für die Kulturwoche Anfang Juli am Pfaffenteich vor, zu der die öffentliche Hand keinen Cent beisteuern muss, weil die Wirtschaft als Unterstützer gewonnen wurde.

Wolfram Pilz, der den Arbeitskreis Event-Kultur moderierte, lobte die Breite der kulturellen Grundversorgung in Schwerin, die jedoch ihr Potenzial mangels Ressourcen nicht ausschöpfen könne. Event-Kunst sah er dazu aber nicht im Widerspruch, sondern als Impulsgeber, was jedoch zielgerichteter genutzt werden sollte.

Zum Thema Baukultur gab es viele Anregungen, berichtete Stadtplaner Andreas Thiele. Eine Ideenbörse soll helfen, neue Räume für Kultur zu entdecken. Die Vorschläge reichen von Kunstpfade bis zu neuartigen Stadtführern.

„Schwerin ist reich an Kultur, aber unsere vielfältige Infrastruktur können wir nur dank der breiten Unterstützung durch die Bürgerschaft erhalten“, betonte Kulturdezernentin Angelika Gramkow.

 

 

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erstellt am 16.Jun.2014 | 07:35 Uhr

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