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Zeitung für die Landeshauptstadt

27. September 2016 | 05:32 Uhr

Ausgebildet in Schwerin : Kompetenz garantiert Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Securitas-Ausbildungszentrum in Süd lernen junge Sicherheitsfachkräfte Rechtsgrundlagen und Fingerspitzengefühl für Einsätze

Die ausländerfeindlichen Übergriffe im Asylbewerberheim Burbach in Nordrhein-Westfalen durch Sicherheitskräfte haben für Schlagzeilen gesorgt und die Frage aufgeworfen, wie so etwas passieren konnte. Eine Antwort darauf kann der Leiter des Securitas-Ausbildungszentrums in Schwerin, Detlef Strohkirch, natürlich nicht geben, weil bei den Vorfällen in NRW eine ganz andere Sicherheitsfirma im Einsatz war, wohl aber eine Erklärung, wie so etwas ausgeschlossen werden kann: „Die Branche kann nur gegenhalten mit ordentlich ausgebildeten Fachkräften“, betont er – und verweist stolz auf seine eigene Bildungseinrichtung. „Unser Credo ist Qualität und die erreichen wir vor allem durch zertifizierte Ausbildung mit IHK-Prüfungen, strenge Zugangsbedingungen und Mindestlohn.“ Wer mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist, habe in der Sicherheitsbranche nichts zu suchen. „Ein sauberes polizeiliches Führungszeugnis gehört zu den Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung bei uns“, betont Strohkirch.

Bernd Weiler von der Securitas-Zentrale ergänzt, dass die technischen Herausforderungen in der Sicherheitswirtschaft immer größer werden ebenso wie der theoretische Wissensstand der eingesetzten Kräfte. Dem könne nur mit qualifizierter Ausbildung Rechnung getragen werden. Dafür biete das neue Schweriner Ausbildungszentrum im ehemaligen Europahotel in der Werkstraße 209 beste Bedingungen.

Ausgebildet werden dort zwei Berufe: die Fachkraft für Schutz und Sicherheit und die Servicekraft für Schutz und Sicherheit. In ihrer dreijährigen Ausbildung bekommen sie Führungsqualitäten, kaufmännische Grundlagen, Technik-Kenntnisse, kommunikative Fähigkeiten, lernen die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen, können Situationen unter Rechtsaspekten bewerten und erwerben Fingerspitzengefühl für ihre Einsätze, umreißt Strohkirch die inhaltliche Bandbreite. Dafür bekommen die Azubis neben ihrem normalen Berufsschulunterricht noch eine spezielle theoretische Ausbildung, die durch zehn freie Dozenten abgedeckt wird sowie Praxiserfahrung.

„Wir waren mit 35 Azubis bei den Championsleague-Spielen auf Schalke und in Leverkusen im Einsatz und mussten den Gästeblock mitabsichern. Da lernen die jungen Leute zugleich, Gefahren einzuschätzen, aber auch Risiken für die eigene Sicherheit zu beurteilen“, berichtet Ausbilder Thom Reinecke, selbst Meister für Schutz und Sicherheit. Ob bei Fußballspielen oder politischen Demonstrationen, Flughafen-Sicherheitskontrollen oder Werksfeuerwehren – die Schweriner Azubis würden schon früh mit den vielen Facetten ihres späteren Berufslebens vertraut gemacht.

Die jungen Leute selbst schätzen die profunde Ausbildung. Zwar sei der juristische Unterricht nicht gerade einfach, erzählen die Azubis des dritten Ausbildungsjahres, aber gerade dort würden an praktischen Beispielen ganz wichtige Kenntnisse vermittelt, die Sicherheit geben.

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erstellt am 07.Dez.2014 | 09:00 Uhr

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