zur Navigation springen

Zeitung für die Landeshauptstadt

04. Dezember 2016 | 00:49 Uhr

Schweriner Kleingärtner : Kleingärtner haben immer zu tun

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Winter steht vor allem Weiterbildung im Vordergrund, doch ein regelmäßiger Blick in die Gartenanlagen ist immer nützlich

Der Schnee ist fast weg, doch einladend ist das Wetter nicht für Gartenarbeit. Dennoch: Kleingärtner sind immer aktiv: Laub harken, Bäume und Hecken beschneiden, aufräumen, Zäune und Lauben reparieren, Obst und Gemüse lagern und verarbeiten geht auch im Winter. Was derzeit bei den Hobbygärtnern noch auf der Tagesordnung steht, soll in dieser Woche beleuchtet werden.

Mehr als 8000 Kleingärtner sind in den 103 Kleingartenvereinen der Landeshauptstadt organisiert und werden vom Kreisverband der Gartenfreunde Schwerin vertreten. „Jetzt im Winter ist draußen nicht mehr viel los, aber es gibt viele Weiterbildungsmöglichkeiten“, sagt Karl Berner, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes. „Wir nutzen die kalte Jahreszeit traditionell zur Schulung der Vereinsvorstände. Das betrifft zum Beispiel Rechtsfragen. Aber auch die Rechnungsprüfer und Schatzmeister werden qualifiziert. Dabei spielt auch der Erfahrungsaustausch eine große Rolle, zum Beispiel wie die Kassierung effektiv gestaltet werden kann“, sagt Berner.

Die fachliche Beratung dagegen laufe das ganze Jahr. So würde von den Vereinen gern das Angebot des Verbandes angenommen, seine Fachberater in die einzelnen Kleingartenanlagen zu entsenden. Zudem würden über den Kreisverband diverse Seminare angeboten. „Wir haben in diesem Jahr zum Beispiel eine sehr gut besuchte Veranstaltung zum biologischen Anbau von Gemüse im Biohof Medewege durchgeführt“, berichtet Berner. Besonders groß sei das Interesse am Obstbaumschnitt. Für entsprechende Praxisseminare sei in den vergangenen Jahren gern die Lehreinrichtung der Gartenfreunde in Groß Stieten genutzt worden. Das werde wahrscheinlich in Zukunft aber nicht mehr gehen, weil der Landesverband seine Förderung für dieses Objekt einstellen und die Aufmerksamkeit auf Neubrandenburg konzentrieren wolle, weiß der stellvertretende Kreisverbandschef. Sollte dies Szenario tatsächlich umgesetzt werden, müssten alternative Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitglieder erschlossen werden.

Am intensivsten diskutiert wird bei den Schweriner Gartenfreunden derzeit aber ein anderes Problem: die Müllentsorgung in den Anlagen (SVZ berichtete). „Wir lehnen das Projekt grundsätzlich ab“, betont Berner. Das soll bei der nächsten Tagung des Stadtkleingartenbeirats am 23. November nachdrücklich ausgesprochen werden.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Nov.2016 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen