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Zeitung für die Landeshauptstadt

04. Dezember 2016 | 04:54 Uhr

Graffiti in Schwerin : Kleine Gemälde aus der Sprühdose

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Graffiti – zwischen Kunst und Kriminalität: Unternehmen und Ortsbeirat beugen Schmierereien mit Spray-Bildern vor

So wie man Feuer mit Feuer bekämpfen kann, so schützen sich viele Unternehmen und Privatleute in Schwerin mit Graffiti gegen Graffiti. Sie setzen auf einen Ehrenkodex der Sprayer, der besagt, dass besprühte Flächen nicht verunstaltet werden. Die bemalten Wände sind meist echte Hingucker. Die Farben sind extrem leuchtend und die Motive machen einfach Spaß.

Die Stadtwerke lassen seit 2013 ihre Betriebsgebäude mit Graffiti gestalten, sagt Unternehmenssprecher Aurel Witt. Etwa vier bis fünf Stationen würden pro Jahr in Auftrag gegeben. 2016 waren Trafostationen an der Güstrower Straße und an den Sodemannschen Teichen dran sowie die Druckerhöhungsstation Slüter Ufer und die Fernwärmeübergabestation Ludwigsluster Chaussee. Der Wismarer Graffiti-Künstler Christian Pursch sprühte dort. Ein großes Bild wie etwa die Fernwärmestation Möwenburgstraße koste inklusive Farben, Konzept und Arbeitsstunden etwa 2500 Euro, so Witt. „Wir lassen aber auch kleinere Flächen bemalen.“ Netzgesellschaft und SAE lassen in Schwerin ebenfalls Trafohäuschen oder Pumpstationen mit Bildern verschönern. Oder Ortsbeiräte, wie zum Beispiel in Lankow. Anwohner der Flensburger Straße wünschten sich, dass die Schmierereien auf dem Trafohäuschen verschwinden. Der Ortsbeirat organisierte Sponsoren, die die Farben bezahlten, Streetworker Egbert Hesse stellte den Kontakt zur legalen Graffiti-Szene rund um den Skaterpark Lankow her, erzählt Ortsbeirats-Vorsitzende Cordula Manow. Jetzt prangen am Trafohäuschen lustige Vögel. Die Nachbarn aus der Flensburger Straße bedankten sich herzlich.

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erstellt am 30.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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