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Zeitung für die Landeshauptstadt

28. September 2016 | 05:26 Uhr

Rückkehr in die Landeshauptstadt : Karstadt kommt nach Schwerin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In der Gartenstadt soll eine Straße nach dem Kaufmann benannt werden

Der Name Karstadt kehrt in den öffentlichen Raum in Schwerin zurück. In der Gartenstadt soll der östliche Teil der Mettenheimerstraße zwischen Haselholzstraße und Ludwigsluster Chaussee in Rudolph-Karstadt-Straße umbenannt werden. Der Vorschlag dazu kommt aus dem Ortsbeirat Gartenstadt. Die Idee wurde von der Verwaltung übernommen. Jetzt soll der Kulturausschuss darüber beraten, bevor der Hauptausschuss endgültig entscheidet.

Die Verwaltung begründet die Umbenennung damit, dass „auf dem Gelände der ehemaligen Bullenstation ... großflächige Fachmärkte für Nutzungen dienstleistender und sportlicher Gewerbebetriebe vorgesehen“ sind. Dazu passe der Name Karstadt. Allerdings gab es bereits Anmerkungen unter anderen von den Bündnisgrünen. Fraktionschefin Cornelia Nagel fragte, ob die Umbenennung wirklich nötig wäre.

Rudolph Karstadt wurde am 16. Febraur 1856 in Grevesmühlen geboren. Seine Schulzeit beendete er in Schwerin und lernte danach in Rostock Kaufmann. 1881 eröffnete er sein erstes Geschäft in der Hansestadt Wismar, Anfang Juli 1899 wurde in Schwerin ein Kaufhaus an der heutigen Ecke Schmiedestraße/Buschstraße eröffnet. Der Jungunternehmer setzte statt des üblichen Feilschens auf feste, aber niedrige Preise und Barzahlung. 1920 wurde die Karstadt AG gegründet. 1931 gab es 89 Filialen mit rund 30 000 Mitarbeitern. Durch die Weltwirtschaftskrise verlor Rudolph Karstadt sein gesamtes privates Vermögen, schied 1932 aus dem Unternehmen aus und zog sich zurück nach Schwerin. Am 15. Dezember 1944 starb er im Alter von fast 89 Jahren in Schwerin. Seine Grabstätte ist auf dem Alten Friedhof zu finden.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 11:45 Uhr

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