zur Navigation springen

Zeitung für die Landeshauptstadt

26. Juli 2016 | 10:26 Uhr

Grünpflege : In die Büsche geschlagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt nutzt Winterzeit für Pflege der Bäume und Sträucher im öffentlichen Raum und arbeitet dabei mit Fachfirmen zusammen

Immer wieder gab es Beschwerden von SVZ-Lesern am „Heißen Draht“, dass in der Graf-Schack-Allee am Platz der Jugend die Äste mehrerer Bäume so weit über die Straße hängen, dass der Blick auf die Ampel versperrt wurde. Jetzt ist das Problem gelöst: Die störenden Zweige sind weg. Die Stadt nutzt die Winterzeit, um Bäume und Sträucher im öffentlichen Raum in Form zu bringen, und private Grundstückseigentümer ziehen mit.

„Wir haben ein Pflegekonzept für das gesamte Stadtgebiet, nach dem der Gehölzschnitt erfolgt“, berichtet Ilka Wilczek, Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS). Darin seien für jeden Standort die Intensität der Pflegemaßnahmen und die Frequenz festgelegt, also ob alle sechs Monate oder einmal im Jahr oder nur im Zwei- oder Dreijahres-Rhythmus geschnitten wird.

Bei der Großbaumpflege arbeitet die Stadt mit drei Spezialfirmen zusammen, mit denen Rahmenverträge bestehen. „Wir haben keinen eigenen Hubsteiger, lassen diese Arbeiten von den Fachleuten ausführen“, berichtet Nonno Schacht, Bereichsleiter Öffentliches Grün. „Unsere Baumkontrolleure sind das ganze Jahr über unterwegs und tragen zusammen, wo Handlungsbedarf besteht. Im Winter kommt dann die Säge. Nur dort, wo Gefahr droht, wird sofort gehandelt“, versichert Schacht.

Auch bei der Pflege der Hecken und Büsche in den Parkanlagen, an Hängen, Straßen- und Wegrändern arbeiten die SDS mit Partnern zusammen. „Wir haben drei Pflegetrupps von den Dreescher Werkstätten vertraglich gebunden“, sagt Wilczek. „Die Kollegen werden von erfahrenen Gärtnern und Sonderpädagogen angeleitet.“ Die Hauptarbeit indes leisten die SDS-Mitarbeiter selbst. Während sie im Sommer vorrangig mit der Pflege der Grünanlagen beschäftigt sind, steht im Winter die Gehölzpflege an. „Wir stimmen uns dabei eng mit der Unteren Naturschutzbehörde ab und auch unsere Pflegetrupps werden von versierten Gärtnermeistern und Landschaftsgärtnern angeleitet“, sagt Schacht. Die legen genau die Intensität der Pflegeschnitte und die Bereiche fest. Gern erläutert er das an Beispielen: So wurden im vergangenen Jahr die Hecken am Schwarzen Weg und Am Leuschenberg radikal zurückgeschnitten – was für massive Proteste bei Naturschützern gesorgt hatte. „Wir gehen bei solchen Vorhaben abschnittsweise vor, so dass die Vögel locker in benachbarte Bereiche ausweichen können“, erklärt der Bereichsleiter. Und die auf den Stock gesetzten Büsche würden bereits in der nächsten Vegetationsperiode wieder einen oder 1,5 Meter hohe Triebe bilden.

„Dass durch die Herbststürme der vergangenen Jahre kaum Bäume im Stadtgebiet entwurzelt oder Schäden durch herabfallende Äste angerichtet wurden, hängt gewiss auch mit der guten Gehölzpflege zusammen“, bilanziert Ilka Wilczek.

zur Startseite

von
erstellt am 30.Jan.2016 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen