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Zeitung für die Landeshauptstadt

08. Dezember 2016 | 01:16 Uhr

Rüdiger Hoffmann kommt : „Ich habs doch nur gut gemeint“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Comedian Rüdiger Hoffmann kommt am 18. November in die Kongresshalle und plaudert im SVZ-Interview

Rüdiger Hoffmann ist nicht nur der Erfinder der Langsamkeit. Der Kabarettist, der so hintersinnig-intelligent und unschuldig gucken kann, gewinnt jeder Situation etwas Gutes ab. In seinem neuen Programm „Ich habs doch nur gut gemeint“ widmet er sich wieder seinen Mitmenschen – mit herrlich absurden Alltagsdramen. Und er lässt es sich nicht nehmen, gelegentlich in die Tasten zu greifen und sein Programm mit scharfsinnig-bösen, aber auch heiteren Liedern zu ergänzen. Bevor ihn die Schweriner am 18. November um 20 Uhr im Capitol erleben können, stellte ihm Redakteur Bert Schüttpelz ein paar Fragen.

Du gehörst zu den bekanntesten Kabarettisten Deutschlands, wie ist es, überall erkannt zu werden?
Rüdiger Hoffmann: Die Leute beobachten mich in der Regel immer erst eine Weile und spätestens wenn ich sagen, „Ja Hallo erstmal“, ist jede Hemmung, mich anzusprechen, verloren. Mich stört es nicht. Ich kann auch sehr gut durch die Stadt gehen und einkaufen. Das war noch nie ein Problem.

Wie gehen die Leute auf einen Promi zu? Eher vorsichtig oder fordernd? Wollen alle ein Selfie machen?
Die Leute fragen sehr höflich, ob es möglich wäre, ein Foto zu machen. Ich habe sehr viel Glück mit der Art meiner Fans. Da haben andere Kollegen es sicher viel schwerer.

Machen die Fans Vorschläge, was sie hören wollen?
Selbstverständlich. Ich nehme dieses Feedback zu Inhalten und Nummern auch gerne an. Viele finden sich in meinen Erzählungen wieder und können sogar mit ihren Geschichten meine noch einmal toppen. Das finde ich sehr spannend.

Deine Show lebt von der Langsamkeit, doch jeder Bühnenauftritt ist anstrengend. Wie hältst Du Dich fit?
Gelegentlich meditiere ich, oder treibe ein bisschen Sport.

Ein Comedian braucht ständig neue Ideen. Woher bekommst Du sie und testest Du Dein neues Programm vorher aus?
Wenn ich unterwegs bin, gehe ich einfach mit offenen Augen durch die Welt. Ich nehme meinen Alltag und die Menschen in meinem Umfeld wahr. Da kommt die Inspiration quasi von selbst. Nehmen wir zum Beispiel das Pärchen, das vor Dir in der Warteschlange steht. Die Frau klagt: „Wie oft soll ich dir das eigentlich noch sagen?“ Das ist der Stoff, mit dem meine Geschichten beginnen. Die acht Kostbarkeiten sind auch so eine Geschichte aus dem Leben: Ich hatte tatsächlich nur sieben auf dem Teller.

Hast Du mal wieder einen Film in Planung?
Es kommen immer wieder Angebote, aber bisher hat mich noch keines richtig überzeugt. Wenn es Pläne gibt, werde ich Euch aber gerne sofort informieren.

Zum Schluss noch die obligatorische Schwerin-Frage: Du warst ja schon häufiger hier. Wie findest Du die Stadt und das Publikum?
Also Schwerin hat mit Abstand das schönste, klügste und lustigste Publikum in Deutschland. Natürlich bin ich daher sehr gern in dieser Stadt. Wenn ich hier einen Live-Termin habe, reise ich meist schon in der Nacht zuvor an. So finde ich Zeit, zwei, drei Stunden durch die Stadt zu spazieren und mir Eindrücke zu holen. Das mag ich ja so an meinem Job: Ich kann so vieles sehen und erleben.


 

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erstellt am 15.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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