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Zeitung für die Landeshauptstadt

29. September 2016 | 05:19 Uhr

Schweriner Spender gesucht : Hospiz braucht Geld für Tambura

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ehrenamtliche Helfer bitten Schweriner um Spenden, denn das 1000 Euro teure Instrument kann in der täglichen Arbeit helfen

Im „Hospiz am Aubach“ sind derzeit 13 Ehrenamtliche tätig. Sie unterstützen, begleiten oder hören einfach nur zu. Alle sind speziell geschult durch den ambulanten Hospizverein Schwerin oder Hospizdienst Schwerin von Caritas/Diakonie und leisten wertvolle Arbeit. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin hat nun die Idee einer Körpertambura in das Hospiz gebracht.

Petra Möller ist seit drei Jahren ehrenamtlich im Hospiz am Aubach tätig und fühlt sich in ihrer Arbeit sehr wohl. „Ursprünglich wollte ich in die Trauerbegleitung. Da damals allerdings kein Platz frei war, entschied ich mich für eine Arbeit im Hospiz“, so die 48-Jährige. Sie kommt einmal in der Woche in die Einrichtung und besucht die Gäste, die Gesellschaft möchten. Sie hält Hände, hört zu. „Ich komme sehr gerne hierher und kann viel geben, das tut mir und den Gästen gut“, erklärt Petra Möller, die schon jung Erfahrungen mit dem Tod gesammelt hat.

Neben ihrer Arbeit im Hospiz moderiert sie nun auch zusammen mit einer Kollegin das Trauercafé „Lichter“, das monatlich im Parkcafé am Lewenberg stattfindet. Durch eine Freundin wurde sie auf ein bestimmtes Instrument aufmerksam und seit sie das erste Mal die Klänge hörte, ließ es sie nicht mehr los. „Eine Tambura ist ein Saiteninstrument, das auf den Körper aufgelegt und bespielt wird. Dadurch können die Klangwellen direkt in Kontakt mit dem Körper kommen und so Entspannung erzeugen“, erklärt sie.

Einrichtungsleiterin Katy Nülken ist auch schon angesteckt von der Idee, eine Körpertambura im Hospiz einzusetzen: „Musik spielt eine große Rolle in der Palliativmedizin. Durch Klänge und Schwingungen können die Gäste positive Momente erleben, Ängste und Blockaden können gelöst werden. Es ist beeindruckend, dass sich die Musik bei jedem Gast anders anhört und nie die gleichen Klänge ertönen.“ Das Instrument wird aus besonderen Hölzern in Berlin handgefertigt und schon bei Wachkoma-Patienten und schwerbehinderten Menschen eingesetzt. „Wir möchten nun für die Körpertambura Spenden sammeln, damit wir sie bei vielen Gästen und auch Angehörigen einsetzen können“, so die Einrichtungsleiterin. Ein Betrag von knapp 1000 Euro müsste dafür zusammenkommen. „Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die Arbeit, die alle ehrenamtlichen Mitarbeiter hier leisten, bedanken. Gerade in den vergangenen Tagen ist wieder deutlich geworden, dass das Hospiz, so wie es jetzt ist, nicht existieren könnte, wenn wir die ehrenamtliche Unterstützung nicht hätten“, so Katy Nülken. Das Hospiz-Team freut sich über jede Spende für das Klanginstrument: Sozius gGmbH, Konto IBAN DE61120300000018086140 bei der Deutschen Kreditbank Berlin.

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erstellt am 21.Sep.2016 | 23:28 Uhr

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