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Zeitung für die Landeshauptstadt

09. Dezember 2016 | 10:47 Uhr

Alte Bäume gefällt : Holzernte im Gädebehner Revier

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die mehr als hundert Jahre alten Fichten zeigen am Stammansatz Rotfäule: Allerhöchste Zeit, sie zu fällen

Im Forstrevier Gädebehn wird in diesen Tagen noch Holz eingeschlagen – auf einer Fläche von rund zwei Hektar. „Wir nehmen hier Fichten raus, die 110 Jahre alt sind“, erzählt Ingo Nadler, Leiter des Forstamtes Gädebehn. „Der untere Stammabschnitt zeigt stark Rotfäule. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird der Schaden immer größer.“

Rotfäule bei Fichten sei keine Seltenheit, sagt Nadler. Aber nicht die leicht rötliche Farbe ist das Problem, sondern die Zersetzung des Holzes. Was zunächst noch wie eine einfache Verfärbung aussieht verliert bald seine Festigkeit: Das Stammholz wird löchrig. Verursacher sind Pilze, die es zersetzen.

Das Holz kann zwar verkauft werden, bringt aber weniger Erlöse, erklärt Nadler. Damit die Fäule nicht weiter in den Stamm steigen kann, werden die Bäume jetzt geerntet. Denn die anderen Holzabschnitte sind noch frei von der Baumkrankheit und verkaufen sich daher auch im besser.

Seit Anfang August sind die Waldarbeiter beim Holzeinschlag in diesem Revier. Zwei Wochen werden sie noch zu tun haben.

Das Forstamt Gädebehn muss in diesem Jahr noch 300 Festmeter Stammholz nach Wismar und Schleswig-Holstein liefern. Die Sägewerke verarbeiten das Holz für die Bau- oder Möbelindustrie.

Insgesamt wird das Forstamt in diesem Jahr dann an die 22 000 Festmeter Holz geliefert haben. Doch Ruhe einkehren wird auch danach nicht, betont der Leiter des Forstamtes. Der Holzeinschlag für das nächste Jahr muss vorbereitet werden – etwa in der gleichen Größenordnung. Die Flächen stehen schon fest. Die Bäume müssen ausgezeichnet und Rückegassen markiert werden. Gleichzeitig geht es aber auch um die Aufforstung. Flächen an der Straße zwischen Gädebehn und Crivitz zum Beispiel werden mit Eichen beziehungsweise Buchen und Douglasien aufgeforstet. Dafür müssen sie vorher vermessen werden.

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erstellt am 17.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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