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Zeitung für die Landeshauptstadt

03. Dezember 2016 | 14:41 Uhr

Bauen in der Schweriner Innenstadt : Hochbetrieb in Wittenburger Straße

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bauarbeiten laufen parallel in fünf Abschnitten. Geschäfte bleiben geöffnet und sind durch Wegweiser leicht zu finden

Hat der frühe Wintereinbruch die ohnehin schon enge Zeitschiene der Bauarbeiten in der Wittenburger Straße gesprengt? „Nein“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum, „wir liegen exakt im Plan.“ Mit der Firma Dau aus Lübz habe man für den jetzt begonnenen, am meisten umstrittenen, unteren Bauabschnitt einen leistungsstarken und flexibel arbeitenden Auftragnehmer. So werde auf dem kleinen Stück an fünf verschiedenen Baustellen gleichzeitig gearbeitet, um möglichst rasch fertig zu werden. Fahrbahn abfräsen, Kopflöcher ausheben für die Hausanschlüsse, Verlegung neuer Leitungen im Verbausystem, Verbreiterung der Gehwege und Setzen der Borde, Umverlegung der Straßenbahngleise und schließlich ein neuer Fahrbahnbelag stehen im Plan.

Zwischen den Teilbaustellen pendelt Hugo Klöbzig, der Baustellenlotse der Stadt. Er hat seit Anfang des Monats sein Büro auf der Baustelle in der Wittenburger Straße 33 und fungiert als Bindeglied zwischen Bauarbeitern, Einzelhändlern, Anliegern und Stadtverwaltung. Damit ist er Blitzableiter, Erklärbär und Problemlöser in einem.

„Meist schaukelt sich der Unmut an kleinen Dingen hoch, die oft schon mit ein bisschen gutem Willen zu regeln sind“, sagt Klöbzig und nennt gern ein paar Beispiele: Ein Anlieger kam schwer auf seinen Hof, weil durch einen Bauzaun der Winkel zum Einbiegen ungünstig wurde. Die Absperrung wurde ein paar Dezimeter zur Seite gerückt und schon ging es. Ein Laden gegenüber vom Seiteneingang des Schlosspark-Centers wollte gern eine kleine Brücke als direkten Zugang. Kein Problem, so lange woanders gebuddelt wird. Ein Kneiper klagte, er bekomme die schweren Bierfässer jetzt nicht mehr angeliefert. „Ich habe ihm versprochen, dass die Bauarbeiter helfen und Teile den Berg hinabrollen. Schon war der Missmut verflogen“, schildert Klöbzig. Die Müllabholung funktioniere mittlerweile auch, das Parken für Anlieger habe sich entspannt, bleibe aber ein Problem, räumt Klöbzig ein.

Der Blickwinkel der Öffentlichkeit auf dieses Bauvorhaben indes hat sich verändert. Jetzt steht für alle, für Einzelhändler, Anlieger und Kunden das Tempo im Vordergrund. „Alle wollen, dass wir möglichst schnell fertig werden“, sagt Köbzig. Mit Flyern und Werbeplakaten, die anzeigen, dass alle Geschäfte während der Bauphase geöffnet bleiben, sei der Unmut der Geschäftsleute, die eine Bürgerinitiative gegen die Baupläne gegründet hatten, geglättet worden. „Mit den meisten ist es ein kooperatives Miteinander. Wir reden und versuchen, die Probleme zu lösen. Damit ist allen am meisten geholfen“, fasst der Baustellenlotse zusammen.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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