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Zeitung für die Landeshauptstadt

26. September 2016 | 02:14 Uhr

Tiere in Not : Hochbetrieb im Warnitzer Tierheim

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

13 Hunde, 58 Katzen, zwei Kaninchen und zwei Sittiche hoffen auf ein neues Zuhause

Im Tierheim Warnitz herrscht auch im Winter Hochbetrieb. 13 Hunde, 58 Katzen, zwei Kaninchen und zwei Nymphensittche leben zurzeit in den Käfigen am Kirschenhof 72. Allein 16 Hunde wurden schon in diesem Jahr neu aufgenommen – und ein großer Teil wieder an ihre Herrchen zurückgegeben. Sie waren klassische Ausreißer, sagt Tierheimleiterin Ilka Dittberner. Auch wenn viel zu tun ist – von dem Tierelend, mit dem die „Kleine Oase“ in Holthusen konfrontiert war (SVZ berichtete), seien die Schweriner weit entfernt. „Ungeliebte Tier-Geschenke zu Weihnachten, die nach dem Fest ausgesetzt werden, gibt es hier schon seit Jahren nicht mehr“, sagt Dittberner. „Im Winter oder zu Feiertagen ist bei uns nicht mehr los als sonst auch.“

Zur Erinnerung: Eine fünf Wochen alte Mischlingshündin, die im Brombeerstrauch gefunden wurde, ein ausgesetzter Jack-Russell-Terrier, ein verletzter Yorkshire-Senior und eine fast erfrorene junge Perserkatze fanden in den vergangenen Wochen ihren Weg ins Tierheim Holthusen. Die Vierbeiner waren einfach „weggeworfen“ oder zum Sterben ausgesetzt worden, vermuten Experten. In Schwerin seien solche Fälle mit schwer verletzten, verkühlten oder längere Zeit frei lebenden Haustieren seltener, sagt Dittberner. „Die Leute passen hier gut auf.“ Außerdem seien die Versteckmöglichkeiten für Tiere in der Stadt nicht so gut wie auf dem weitläufigen Land.

Neben Ausreißern und Fundtieren gibt es in Warnitz auch Tiere in so genannter Verwahrung – wenn Herrchen oder Frauchen längere Zeit fort sind, zum Beispiel im Strafvollzug. Mit Einverständniserklärung können auch diese Tiere vermittelt werden.

Wenig Hoffnung auf Vermittlung macht sich Ilka Dittberner indes bei dem blinden Spitz „Willi“ und zwei weiteren Hunden, die schon fast 20 Jahre alt sind, darunter ein Staffordshire Terrier. „Sie bekommen bei uns ihr Gnadenbrot.“ Für genügend Auslauf und Abwechslung sorgen mehr als ein Dutzend ehrenamtliche Gassigeher, die regelmäßig zum Tierheim kommen.

Neben den großen Vierbeinern würde Ilka Dittberner auch gern die beiden Zwergkaninchen und zwei Jung-Nymphensittiche vermitteln. „Die Vögel wurden uns im Dezember vor die Tür gestellt – da waren es zehn Stück“, erzählt Ilka Dittberner. „Acht Nymphensittiche haben schon ein neues Zuhause bekommen.“


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erstellt am 04.Feb.2016 | 21:00 Uhr

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