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Zeitung für die Landeshauptstadt

03. Dezember 2016 | 16:42 Uhr

Einbruchsserie Schwerin : Hinweise, aber keine Spur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beutezüge in Zippendorf: Neuer Kripo-Chef Tom Sperling setzt mehr Beamte ein, um die Täter so schnell wie möglich zu fassen

Gerade im Amt und schon vor einer Herausforderung: Schwerins neuer Kripo-Chef Tom Sperling hat die Ermittlungen zur Einbruchsserie in Zippendorf verstärkt, setzt mehr Leute ein, um den Tätern auf die Spur zu kommen. „Es gibt neue Hinweise, denen nachgegangen wird“, sagte Sperling gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Einbruchsopfer würden noch einmal befragt, verdächtige Personen überprüft. Noch gäbe es keine heiße Spur, so der Kripo-Chef. Immerhin habe es aber offenbar auch keine weiteren Einbrüche im Bereich gegeben.

Nach Erkenntnissen der Polizei waren Langfinger seit Ende September mindestens zehnmal auf Beutezug in Zippendorf, betroffen unter anderem Häuser in der Bosselmannstraße, der Straße Am Strand und der Alten Dorfstraße, aber auch in der Straße Am Hang in Neu Zippendorf (SVZ berichtete). „Die Täter haben es insbesondere auf Schmuck, Bargeld und technische Geräte abgesehen“, sagt Schwerins Polizeisprecher Steffen Salow. Um in die ausgespähten, allein stehenden Häuser hereinzukommen, würden sie die frühe Dunkelheit und die Abwesenheit der Bewohner nutzen, zumeist mit einem Stein ein Fenster einschlagen.

Von einer Einbruchsserie will Kripo-Chef Sperling selbst nicht sprechen, wohl aber von einer Häufung von Fällen. Und er macht auch klar: „Jeder Fall ist einer zu viel.“ Die Polizei nehme die Situation sehr ernst, versichert der Leiter des Kriminalkommissariates. Die Einbruchsopfer hätten nicht nur materiellen Schaden erlitten, durch das Eindringen der Täter in die Privatsphäre seien sie auch emotional verletzt worden.

Seit einer Woche sitzt Tom Sperling offiziell auf dem Chefsessel des Kriminalkommissariates in der Graf-Yorck-Straße. Der 55-Jährige, verheiratet und Vater zweier Töchter, leitete bisher das Kommissariat der Polizeiinspektion in Ludwigslust. Geboren wurde Sperling in Warnemünde, aufgewachsen ist er in Berlin. Über mehrere Jahr betrieb der neue Schweriner Kripo-Chef Leistungssport, war ein erfolgreicher Ringer. Seine Polizei-Laufbahn begann Sperling 1990 beim Personenschutzkommando des Innenministeriums, 1991 wechselte er ins Mobile Einsatzkommando, das er später auch führte. Auch als Dezernatsleiter im Landeskriminalamt war der Polizeioberrat schon tätig.

Den Einbrechern in der Stadt und besonders in Zippendorf das Handwerk zu legen, stehe derzeit im Mittelpunkt der Arbeit des Kriminalkommissariates, erklärt Sperling. Andere Kriminalitätsfelder würden deshalb aber nicht aus den Augen verloren. So sei etwa der Brand im Fitnesszentrum im Lankower Ziegeleiweg nach wie vor nicht aufgeklärt, würden Fahrraddiebe in der Stadt die Polizei in Atem halten.

„Ich bin ein Team-Spieler“, sagt Tom Sperling. Als Ringer habe er gelernt, allein auf der Matte zu stehen und zugleich als Teil einer Mannschaft zu kämpfen. Der neue Kripo-Chef setzt auf einen guten Draht zu seinen mehr als 70 Mitarbeitern, aber auch auf eine konstruktive Zusammenarbeit, etwa mit der Stadt.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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