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Zeitung für die Landeshauptstadt

28. März 2017 | 12:09 Uhr

Treff für alle Weststädter : Hier zählt gute Nachbarschaft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft baut neues Haus, das allen Bewohnern der Weststadt offen steht

Mit 460 Veranstaltungen im Jahr – zahlreiche laufen parallel – und insgesamt 8000 Besuchern ist der Nachbarschaftstreff der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) in der Weststadt ein echter Treffpunkt. Und er ist zu klein geworden. Deshalb hat die SWG in der Lessingstraße einen neuen gebaut. Das Haus steht, jetzt wird es eingerichtet. „Am 12. Mai wollen wir mit unseren Mietern und anderen Bewohnern der Weststadt die Eröffnung feiern“, sagt Margitta Schumann, Vorstandsvorsitzende der SWG. Dabei legt sie die Betonung auf gemeinsam. „Wir tragen den Treff, aber der Verein Hand in Hand ist der Betreiber und der ist für alle da“, erklärt sie. „Wir wollen etwas gegen die zunehmende Vereinsamung tun und alle Menschen hier im Stadtteil erreichen.“ Dafür biete so eine Neueröffnung immer besonders gute Möglichkeiten, weil alle neugierig seien.

„Wir haben bisher viele feste Gruppen bei uns“, berichtet Elke Kortschlag, die Chefin im Treff. Ob Handarbeit oder Gymnastik, Spielenachmittag oder Skatrunde – den Besuchern sei vor allem wichtig, unter Menschen zu kommen, zu erzählen, sich auszutauschen und zu lachen. Aber neu in eine jahrelang bestehende Gruppe hineinzukommen, sei immer schwierig, ergänzt Jürgen Wörenkemper vom Verein Hand in Hand. Deshalb sei die Neueröffnung der Begegnungsstätte ein idealer Zeitpunkt für alle jene Bewohner des Stadtteils, die bisher nicht zu den Stammgästen gehören. Und das beträfe keineswegs nur Senioren, betont er.

Das neue Gebäude ist funktional und auch entsprechend konzipiert, erläutert SWG-Vorstand Guido Müller. Der große Raum biete bestuhlt – zum Beispiel für Buchlesungen oder Vorträge – etwa 90 Leuten Platz. Werden Tische aufgestellt, passen etwa 60 Besucher hinein. Und er kann durch eine mobile Wand getrennt werden. So können zwei Gruppen gleichzeitig aktiv sein. Hinzu kommen Funktionalräume und eine moderne Kaffeeküche. Eine großzügig und barrierefrei gestaltete Eingangssituation soll das Haus einladend machen. Eine weitere Besonderheit sei die Terrasse zur Lessingstraße, sagt Müller. Dort könnten sich die Weststädter zum Plaudern oder Kaffeetrinken treffen.

Der Neubau kostet samt Innenausstattung und Außenanlagen rund 450 000 Euro. Etwa 180 000 Euro bekommt die SWG als Bauherr an Fördermitteln. „Ja, wir nehmen viel Geld in die Hand, aber das ist es uns wert, weil die Förderung von guter Nachbarschaft wichtig ist und zu den satzungsmäßigen Zielen unserer Genossenschaft gehört“, betont Margitta Schumann.

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erstellt am 13.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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