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Zeitung für die Landeshauptstadt

05. Dezember 2016 | 11:27 Uhr

Als Flüchtling in Schwerin : Helfende Hand für Neu-Schweriner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bundesministerium gibt Geld: Stadt schafft Stelle einer Bildungskoordinatorin – neue Mitarbeiterin setzte sich unter 50 Bewerbern durch

Sprachbarrieren abbauen, Strukturen und Prozesse erklären, neue Bildungsformate etablieren oder auch fachspezifische Beratung von Stadtvertretern – das sind Arbeitsbereiche für die neue Bildungskoordinatorin der Stadt. Sie soll als helfende Hand für Flüchtlinge unter den Aspekten Chancengleichheit und Nachhaltigkeit die Integration der Neu-Schweriner durch zusätzliche Bildungsangebote erleichtern.

Dazu kann die Koordinatorin bereits auf bestehende Angebote zurückgreifen. Ihre Aufgabe wird es aber sein, diese Angebote aufeinander abzustimmen und die Macher untereinander noch mehr zu vernetzen.

Wie wichtig diese Aufgabe in der Stadtverwaltung gesehen wird, zeigt auch, dass die Bildungskoordinatorin im direkten Bereich des Büros des Oberbürgermeisters angesiedelt ist.

Möglich wurde die zusätzliche Personalstelle allerdings nur durch die Hilfe des Bundes. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte im Januar dieses Jahres eine „Förderrichtlinie zur kommunalen Koordinierung von Bildungsangeboten für Neuzugewanderte“ in Kraft gesetzt. Schwerin hatte daraufhin im Mai einen Fördermittelantrag eingereicht. Die positive Entscheidung des Bundesministeriums erhielt die Verwaltung Ende August: Es gibt Geld. Und dann ging alles recht schnell. Die Stelle wurde ausgeschrieben. Wegen des vorgeschriebenen Förderzeitraums ist sie befristet bis Mitte 2018.

Dennoch bewarben sich rund 50 Interessenten bei der Stadt – Hochschulabsolventen mit soziologischen bzw. sozialwissenschaftlichen Qualifikationen, die Projekterrfahrung haben und in empirischer Sozialforschung kein Fremdwort sehen. Vertreter von Volkshochschule, Personalrat und dem städtischen Fachbereich Personal sowie der Integrationsbeauftragte trafen das Auswahlverfahren. Insgesamt neun Kandidaten luden sie schließlich zu Bewerbungsgesprächen.

„Im Ergebnis hat man sich für eine Bewerberin entschieden, der die Erledigung der im anstehenden, zeitlich begrenzten Projektrahmen sehr anspruchsvollen und kompakten Aufgabenstellungen am deutlichsten zugetraut wird“, informierte Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier die Stadtvertretung. Am Donnerstag nimmt die Bildungskoordinatorin ihre Arbeit im Stadthaus auf.





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erstellt am 28.Nov.2016 | 23:32 Uhr

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