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Zeitung für die Landeshauptstadt

08. Dezember 2016 | 03:02 Uhr

Viele Schweriner krank : Grippewelle hat Schwerin erreicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Krankmeldungen häufen sich. Städtisches Gesundheitsamt bietet kostenlose Schutzimpfungen und Beratung an

Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Fieber – mit dem nasskalten Herbstwetter ist in Schwerin die Zahl der Erkältungskrankheiten in die Höhe geschnellt. „Allerdings handelt es sich dabei meist um grippale Infekte und nicht um die gefährliche Influenza, die echte Grippe“, sagt Christian Becker von den Schweriner Helios-Kliniken. Die Ärzte verzeichnen dort noch keine erhöhten Zahlen an Influenzaerkrankungen. Dennoch rät auch Becker zur Vorsicht und empfiehlt zur Vorsorge eine Grippeschutzimpfung.

Diese bietet zum Beispiel auch der städtische Fachdienst Gesundheit der Stadtverwaltung neben den ambulanten Arztpraxen an. „Der Influenza-Impfstoff ist ausreichend verfügbar“, erklärt Dr. Beate Kloesel, Ärztin im Fachdienst Gesundheit. Die öffentliche Impfsprechstunde finde immer dienstags in der Zeit von 14 bis 17.30 Uhr in Zimmer 2026 im 2. Obergeschoss des Stadthauses statt, berichtet die Medizinerin.

Das Besondere der Impfsprechstunde im Stadthaus ist, dass neben der Grippeimpfung auch Impfberatung angeboten wird. Und es sind Auffrischungen gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Keuchhusten und Pneumokokken möglich.

„In der vergangenen Saison haben wir mehr als 600 Schweriner gegen die Grippe geimpft. Meldungen über gravierende unerwünschte Nebenwirkungen gingen nicht ein“, berichtet Dr. Kloesel und wendet sich gegen Befürchtungen, dass Grippeschutzimpfungen gefährlich seien. Sie empfiehlt aber, neben der Impfung noch weitere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um das Risiko einer Infektion mit Influenzaviren zu verringern. Dazu gehöre beispielsweise das Abstandhalten zu Personen mit einer akuten Atemwegserkrankung, aber auch das regelmäßige Händewaschen.

Warum eine Impfung gegen die echte Virusgrippe ratsam ist, erklärt die Medizinerin gern: Die Influenza sei keine einfache Erkältungskrankheit, sondern eine ernst zu nehmende Erkrankung. Insbesondere chronisch Kranke, Personen ab 60 Jahre sowie Schwangere sollten sich impfen lassen, da bei diesen Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Erkrankung schwerwiegende Folgen hat. Die Impfung sei zudem auch allen Personen zu empfehlen, die Angehörige schützen möchten, die nicht geimpft werden können.

Hat sich aber jemand infiziert und die Grippe ist ausgebrochen, sollte der erste Gang zum Hausarzt führen. „Nur bei akuten Fällen sollte die Zentrale Notaufnahme der Helios-Kliniken aufgesucht werden,“ so Becker.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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