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Zeitung für die Landeshauptstadt

06. Dezember 2016 | 22:48 Uhr

Mehr Werbung : Gäste profitieren von Bettensteuer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Stadt will mit den Einnahmen die Mitgliedschaft im Tourismusverband finanzieren und gemeinsam Werbung für Schwerin und die Region machen.

Die Bettensteuer fließt. Zum Stichtag 1. Juli gab es die erste Abrechnung, die nächste steht jetzt an. Rund 23 000 Euro haben die Hoteliers für den ersten Abrechnungszeitraum eingezahlt, informierte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Für den zweiten erhofft sich die Verwaltungschefin noch einmal gut die Hälfte der ersten Summe.

Das Geld soll aber nicht im defizitären Haushalt versickern, macht Gramkow deutlich. Vielmehr soll es zurückfließen in den Tourismus. Und die Idee dafür gibt es auch schon. In dieser Woche hat die Oberbürgermeisterin diese im Hauptausschuss der Stadtvertretung vorgestellt.

Mit dem Zehn-Millionen-Euro-Sparpaket aus dem Jahr 2013 hatte Schwerin bereits rund 7,5 Millionen Euro eingespart. Ein noch offener Punkt auf der Liste war die Kündigung der Mitgliedschaft der Stadt im Tourismusverband. 40 000 Euro sollten so jährlich eingespart werden. Das möchte die Stadtspitze ändern, um die Chance auf eine starke gemeinsame Vermarktung Schwerins als touristisches Ziel zu wahren. Passend dazu stellt sich der Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin derzeit neu auf.

Dieses steht auch im Zusammenhang mit dem bereits vollzogenen Austritt des Landkreises Nordwestmecklenburg und dem im Jahr 2015 bevorstehenden Austritt der Landeshauptstadt aus dem Verband. Gleichzeitig erfordern insbesondere die zunehmende Digitalisierung des Marktes und die verschärften Wettbewerbsbedingungen zwischen den Tourismusdestinationen die Umsetzung von Kooperationen und strategischen Partnerschaften für die touristische Entwicklung und Vermarktung der Region Westmecklenburg.

Die Landeshauptstadt schlägt in Abstimmung mit der Stadtmarketing-Gesellschaft Schwerin und mit dem Tourismusverband vor, den Sitz der Geschäftsstelle des Tourismusverbandes nach Schwerin zu verlegen. Das bringe für beide Tourismusorganisationen eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und führe zur Steigerung der Effizienz des Mitteleinsatzes, heißt es in der Begründung für die Stadtpolitiker. Zudem bewirke dieses eine verstärkte gemeinsame strategische und operative Ausrichtung für die Tourismusregion Westmecklenburg. Schon der Urlaubskatalog 2015 sei in dieser engen Kooperation entstanden, betont die OB.

Finanziert wird ein Teil der weiteren Mitgliedschaft durch die Einnahmen aus der Bettensteuer – so der Plan der Stadtspitze, den Vize-OB Bernd Nottebaum dem Hauptausschuss vorstellte. Ein klares Ja gab es von den Politikern noch nicht: Zuerst sollen sich die Experten im Finanz- und Tourismusausschuss mit dem Thema beschäftigen, entschieden sie. Eine Wiedervorlage im Hauptausschuss ist am 4. November geplant. Am 10. November soll die Stadtvertretung entscheiden.

 

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erstellt am 10.Okt.2014 | 08:00 Uhr

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