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Zeitung für die Landeshauptstadt

08. Dezember 2016 | 01:07 Uhr

Angebot für Rentner : Für 400 Senioren die zweite Familie

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Volkshochschule hält seit 25 Jahren für ältere Schweriner vielfältige Bildungs- und Kulturangebote bereit

„Wir sind wie eine große Familie“, sagt Ingrid Wöhler und lässt ihren Blick über die ganze Seniorengruppe schweifen. „Wir verstehen uns gut und machen ganz viel zusammen.“ Etwa 25 ältere Damen und Herren haben sich an der Kaffeetafel im Schlossgartenpavillon versammelt, um zu feiern. 25 Jahre besteht ihre Seniorengruppe der Volkshochschule. Und das ist nur eine von insgesamt 18.

„Wir treffen uns aber keineswegs nur zum Kaffeetrinken“, betont Astrid Heinrich. „Wir unternehmen sehr viel gemeinsam“, sagt die agile Seniorin und zählt auf: „Das sind vor allem die wunderschönen Busfahrten, die uns schon durch ganz Deutschland und in viele andere Länder geführt haben, zum Beispiel nach Frankreich, Belgien, Norwegen, Italien.“ Das Besondere daran sei die gute Atmosphäre im Bus, die sachkundige Reisebegleitung durch Marita Schwabe, die die Gruppe von Anfang an leitet und der Spaß mit kommunikativen Busfahrern.

Den Reiz der Seniorengruppen der Volkshochschule mache aber auch aus, dass die Gruppenleiterin die Anregungen und Wünsche der Teilnehmer aufgreife und passende Veranstaltungen organisiere. Besuche im Theater, in der Schleifmühle, im Schloss, im Kupferstich-Kabinett des Museums und vielen anderen interessanten Orten der Stadt nennt sie als Beispiele. Hinzu kämen Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten, die anderweitig kaum für Befragungen erreichbar seien, wie etwa der Theaterintendant, der Domkantor, der Sparkassenvorstand oder die Leiterin des Schleswig-Holstein-Hauses.

Die 86-jährige Gertrud Lechler ist seit der Gründung dieser Seniorengruppe 1991 dabei. Sie erzählt: „Als ich davon hörte, dass in der Volkshochschule Seniorengruppen gegründet werden, wollte ich gleich in die erste rein, doch die war schon voll. Also habe ich mich für die nächste vormerken lassen und bin zu Frau Schwabe gekommen. Das war ein Glücksfall. Dies ist eine super Gruppe“, sagt Gertrud Lechler. Besonders schätze sie die Vielfalt der Aktivitäten. Bildung, Kultur, Politik, Reisen – die Volkshochschule biete einfach alles.

So viel Lob freut Gruppenleiterin Marita Schwabe, die zugleich Volkshochschulchefin ist. Beim Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres wird aber auch klar, wieviel Arbeit in den Seniorengruppen steckt: Besuche im Miniaturenpark, in der Tourist-Info, einer Handweberei, im Malsaal des Theaters, im Feinspitz oder in der neuen Schwimmhalle. Informationsveranstaltungen bei der Flüchtlingshilfe, der Telefonseelsorge, der Kiss, den SDS, der Nordkirche. Hinzu kommen Gespräche mit Generalmusikdirektor Daniel Huppert, Gerlinde Haker von der Domgemeinde, Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, dem Filmregisseur Dieter Schumann und vieles mehr kann Marita Schabe aufzählen. „Aber die Arbeit der Seniorengruppen macht riesigen Spaß“, fasst sie zusammen. Deshalb seien allein im vergangenen Jahr vier neue gegründet worden.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 08:00 Uhr

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