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Zeitung für die Landeshauptstadt

04. Dezember 2016 | 15:19 Uhr

Brand : Feuer legt Berufsverkehr lahm

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ursachen für Brand in Wismarscher Straße und Tod der 95-jährigen Mieterin noch unklar - Einsatz sorgt gleich zweimal für Sperrungen

Chaos im Freitagsverkehr: Gleich zweimal musste gestern Vormittag die Wismarsche Straße wegen eines Wohnungsbrandes voll gesperrt werden. Tragisch: Am frühen Morgen konnten Feuerwehrleute eine 95-jährige Frau nur noch tot aus ihrer Wohnung bergen. Dort war der Brand ausgebrochen. Die Kripo untersucht derzeit noch die Ursache des Feuers, ein Fremdverschulden schließen die Beamten aus. Ob zum Beispiel ein technischer Defekt oder eine brennende Kerze zum Brand geführt haben, wissen sie aber noch nicht genau. Auch wann und woran die alte Dame gestorben ist, stand gestern noch nicht fest. Das soll jetzt bei einer Obduktion geklärt werden, sagt Polizeisprecher Steffen Salow.

Viele Schweriner Autofahrer kamen am Freitagmorgen wohl zu spät zur Arbeit. Die Wismarsche Straße ist die Haupteinfallstraße für alle, die aus Norden in die Stadt kommen. Kurz nachdem das Feuer im Haus bekannt geworden war, Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr Mitte mit etwa 30 Einsatzkräften vor Ort waren, wurde auch die Straße in diesem Bereich gesperrt. Und die Straßenbahnoberleitungen vom Strom genommen. „Das machen wir immer, wenn in Gleisbereichen die Drehleiter zum Einsatz kommt“, erklärt Feuerwehr-Chef Dr. Stephan Jakobi. Der Nahverkehr reagierte prompt und schickte vier Busse als Ersatzverkehr für die Straßenbahnlinien 1 und 4 los. Von 7.07 bis 8.40 Uhr fuhren sie zwischen Klingbergplatz und Klinikum, nutzten wie viele Autofahrer auch die Strecke über Möwenburg-, Güstrower- und Knaudtstraße, sagt Nahverkehrschef Norbert Klatt. Um 10.43 Uhr musste er zwei Ersatzbusse dann schon wieder losschicken. Der Brand in der Wismarschen Straße war noch einmal aufgelodert, die Feuerwehr rückte wieder aus, die Straße wurde erneut gesperrt. „Garantiearbeiten“ nennt Feuerwehrchef Jakobi solch einen Einsatz. Dass es in einer komplett eingerichteten Wohnung nach einem ersten Löscheinsatz noch einmal aufflammt, sei nicht ungewöhnlich. Nach einer guten Stunde zog die Feuerwehr wieder ab.

Der Brand war am Morgen übrigens von einem Rauchmelder im vierten Stockwerk bemerkt worden, sagt Jakobi. Vor Ort hätten seine Leute dann bemerkt, dass die eigentliche Ursache im ersten Obergeschoss lag. Durch einen Lüftungsschacht war der Rauch von dort aus nach ganz oben gedrungen. „Die Einsatzkräfte verschafften sich dann Zugang zu der entsprechenden Wohnung“, sagt Jakobi. Dort habe es zunächst einen Schwelbrand gegeben, der sich zum Zimmerbrand entwickelt habe. In der Wohnung hätten die Feuerwehrleute dann den leblosen Körper der 95-Jährigen gefunden.

Wegen der Löscharbeiten war das Haus mit seinen insgesamt acht Wohnungen evakuiert worden, so ein Polizeisprecher. Anschließend konnten die Bewohner aber zurück in ihre Wohnungen.

Die zweite Sperrung der Wismarschen Straße endete gestern um 12.05 Uhr. Danach fuhren auch die Straßenbahnen wieder.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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