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Zeitung für die Landeshauptstadt

03. Dezember 2016 | 20:45 Uhr

SchwerinS Geschichte : Erinnerungen an die Stadthallen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tischdecken und Besteck: Großneffe des Inhabers besitzt noch altes Inventar

Nur einen Teller aus den einst so beliebten Schweriner Stadthallen gibt es in der stadtgeschichtlichen Sammlung des Mueßer Volkskundemuseums (SVZ berichtete). „Da habe ich mehr zu bieten“, sagt Hartmut Schäfer. Der 63-jährige Crivitzer ist der Großneffe von August Jörg (1886-1967), dem langjährigen Inhaber der Stadthallen. Tischdecken und Servietten, aber auch Teelöffel und anderes Besteck befinden sich in Schäfers Besitz. Vor allem aber hat er viele Fotos und Dokumente, die an die Stadthallen erinnern, an deren Stelle heute das Schlosspark-Center residiert. Erhalten blieb die Fassade der Hallen.

Die Stadthallen, die über ein eigenes Orchester verfügten, waren der Vergnügungstempel der Schweriner – der Ort für Konzerte, Maskenbälle, Modenschauen, Versammlungen und große Bankette. „An der Tafel im großen Saal konnten locker 1200 Gäste Platz nehmen“, erzählt Hartmut Schäfer.

August Jörg, gebürtiger Lübecker, übernahm die Stadthallen 1919 von seinem Schwiegervater Johannes Dürkop. Bis 1945 führte Jörg, gelernter Kellner und Koch, die Einrichtung. „Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Familie enteignet“, schildert Schäfer. Aus den Stadthallen sei das Haus der Offiziere geworden.

Hartmut Schäfer ist stolz auf die Geschichte der Stadthallen – und darauf, selbst daran mitgewirkt zu haben, dass an der Stelle der ehemaligen Lokalität am Marienplatz heute das Schlosspark-Center steht. Als Vertreter der Erbengemeinschaft habe er die Verhandlungen mit der Treuhand und der ECE-Gruppe mit geführt, sagt der 63-Jährige, der ein Buch über die Stadthallen plant.

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erstellt am 04.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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