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Zeitung für die Landeshauptstadt

30. Juni 2016 | 10:30 Uhr

Preisträger aus Schwerin : Er macht Mode fürs Fahrrad

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Christian Karius fing während des Studiums an Taschen und Rucksäcke herzustellen – damit gewann er den Kreativmacher-Preis MV

Jeans. Grauer Pullover. Turnschuhe. Und ein selbst designtes Basecap auf dem Kopf. Lässig sitzt der 32-Jährige vor der Nähmaschine in der Möwenburgstraße. Christian Karius stellt Fahrradmode her. Und zwar besondere, wie er sagt. „Rucksäcke, Rahmen- und Gürteltaschen – wir machen alles in Handarbeit“, erklärt der Schweriner. Und dafür wurde er belohnt. Er gewann 2014 den Kreativmacher-Preis Mecklenburg Vorpommern. „Es ist eine großartige Auszeichnung für kreatives Unternehmertum“, sagt der 32-Jährige stolz.

Red Rebane nennt sich sein Unternehmen. Heute sind sie zu dritt. Angefangen habe er aber bereits 2013. Damals noch alleine. „2012 habe ich mit meinem Freund und Geschäftspartner Alex die Alpen mit dem Rad überquert. Dabei entstand die Idee, einen Zelt-Rucksack zu entwerfen“, erinnert sich Christian. Aus der Idee wurde nichts. Zu schwer wäre so ein Rucksack geworden. „Einfach unpraktisch“, sagt Christian. Damals studierte er noch – Hotel- und Tourismusmanagement. Christian fuhr oft mit dem Rad, musste einiges auf dem Drahtesel mitnehmen. „So designte ich meine erste Rahmentasche“, erzählt Christian. Und diese verkauft er heute noch. „Unsere Stücke sind alles Einzelstücke, aus feinsten Materialien und besonders gut verarbeitet. Wir verkaufen sie im Kreativ-Kaufhaus im Klöresgang“, sagt Stephan Porth, der seit November mit an Bord ist.

Doch bald wollen die jungen Kreativen in die erste Serienproduktion starten. „Ende März sind unsere Produkte auch im Onlineshop erhältlich“, sagt Stephan Porth, der hauptsächlich für die Buchhaltung verantwortlich ist. Noch können sie nicht davon leben, haben in zwei Jahren etwa 500 Sachen verkauft. „Wir wollen natürlich irgendwann davon unseren Lebensunterhalt bestreiten“, sagt Christian Karius lächelnd. Denn noch arbeiten alle drei Männer im „Freischütz“.

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erstellt am 30.Jan.2016 | 16:00 Uhr

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