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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Mai 2016 | 13:48 Uhr

Neues Einkaufszentrum : Einkaufen in der Gartenstadt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

An der Ludwigsluster Chaussee entsteht ein neues Fachmarktzentrum – Erschließungsbeginn soll im Sommer sein

Schwerin bekommt ein neues Einkaufszentrum. An der Ludwigsluster Chaussee, dort wo früher die Rinderbesamungsstation stand, wird ein Fachmarktzentrum gebaut. Die Pläne hängen derzeit im Stadthaus aus. Im Sommer könnten die Erschließungsarbeiten beginnen.

Schon lange wird über diesen Einzelhandelsstandort diskutiert. Schadet er den Geschäften in der Innenstadt oder in den benachbarten Plattenbaugebieten? Gutachten wurden erarbeitet, in den Ausschüssen der Stadtvertretung wurde das Für und Wider abgewogen. Die anzusiedelnden Branchen wurden noch einmal gewechselt, der Bebauungsplan geändert. Jetzt ist vorgesehen, dass dort ein 4500 Quadratmeter großer Verbrauchermarkt, also ein Supermarkt mit einem erweiterten Sortiment, der Frequenzbringer sein soll. Hinzu kommen ein Möbelmarkt mit jetzt nur noch 3500 Quadratmetern sowie ein Bau- und Gartenmarkt und großer Sportartikelhändler.

Welche Anbieter konkret kommen werden, steht noch nicht fest. „Wir stehen in intensiven Verhandlungen“, sagt Projektentwickler Rainer Beckmann. „Für den Supermarkt interessieren sich alle großen Handelsketten, außer Real.“ Für den Möbelmarkt wird ein höherwertiges Sortiment angestrebt. Welcher Baumarkt kommt, ist noch unklar – Obi oder Hagebau? Oder wird es doch ein reiner Gartenmarkt? Und kommt vielleicht doch noch der umstrittene französiche Sportartikelhersteller Decathlon nach Schwerin? Oder wird es Intersport sein? „Wie immer unsere Gespräche auch ausgehen, wir werden die Entscheidung, wer sich ansiedelt, bestimmt nicht ohne die Stadt treffen“, sagt Rainer Beckmann.

Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum freut sich, dass es mit dem Fachmarktzentrum jetzt konkreter wird. „Wir haben allerdings ein Interesse daran, dass der Standort den Handel in der Innenstadt nicht beeinträchtigt.“ Und auch der Dreescher Markt und die Keplerpassage sollen nicht geschwächt werden. „Das sind wohnortnahe Versorgungsstandorte, die unverzichtbar sind.“ Ein Gutachten sagt dazu, dass die Schweriner „Nahversorgungsstrukturen in ihrer Gesamtheit“ nicht gefährdet sind. Im Gegenteil wird festgestellt, dass sich die Nahversorgung „deutlich verbessern“ werde. Der Köpmarkt allerdings, ein so genannter Autostandort, dürfte leiden.

Mit der jetzt erfolgten Auslegung des geänderten Bebauungsplanes können Einwände geltend gemacht werden. Die müssen dann von der Stadt abgewogen werden. Derzeit geht aber niemand davon aus, dass das Fachmarktzentrum nicht gebaut wird.

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erstellt am 06.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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