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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. April 2017 | 14:34 Uhr

Cramons Bauten : Ein Fall für die Fachmänner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sanierung der Pfarrscheune Cramon: Zimmermänner, Rohbauer und Dachdecker machen den Anfang

Die Pfarrscheune in Cramon steht kurz vor dem Verfall. „Noch ein, zwei Jahre, dann bliebe nur der Abriss.“ Der Mann der das sagt, heißt Ulf Kötzing und ist von Beruf Diplom-Ingenieur für Bauwesen. Er hat die Scheune von oben bis unten begutachtet und Pläne gemacht, damit das denkmalgeschützte Gebäude eben kein Fall für die Abrissbirne wird. Engagiert hat ihn die Kirchengemeinde Alt Meteln-Cramon-Groß Trebbow, die als Bauherrin erst recht nicht möchte, dass die Jahrhunderte alte Scheune komplett verfällt. Unter dem Namen „Hörspielscheune“ soll vielmehr eine soziale Begegnungsstätte entstehen, ein barrierefreier Treffpunkt für Konzerte oder Feste und ein Ausgangspunkt von geführten Wanderungen, um Natur zu erleben.

Baustrom? „Wird besorgt.“ Wasser? „Ist da“. Bauzäune? „Kommen“. Scheune? „Ist leer geräumt“. Bauvorbesprechung im Pfarrhaus. Es gibt Kaffee, Schnittchen und Fragen. „Bis September wollen wir, bis Oktober müssen wir fertig sein“, sagt Kötzing. Rohbauer, Zimmermann und Dachdecker bekommen einen Zeitplan, auf dem steht, welche Gewerke wann loslegen können. Kirchengemeinderats-Vorsitzender Stefan Sieler und Pastor Markus Seefeld hören genauso aufmerksam zu wie Mitglieder vom Förderverein. Details werden besprochen, Termine abgestimmt. Dann geht es zur Ortsbegehung.

Die Scheunentür hat ihre besten Tage längst hinter sich. Ein Ruck, und der Blick ist frei ins Innere der Pfarrscheune. Lehm bröckelt aus den Fachwerk-Wänden, ein betagtes Holzgerippe hält das schwere Reetdach. Noch. „Viele von den Balken werden wir aber wieder verwenden können“, sagt Zimmermeister Martin Neubauer. Rohrdach-Experte Thorsten Ring hat dagegen das Dach im Blick. 545 Quadratmeter müssen neu eingedeckt werden. Das seien ungefähr zwei Lkw-Ladungen voll Rohr-Bunde. „Mit Anhänger“, betont er. Ein Teil der Scheune wurde Anfang der 1990-er-Jahre schon saniert. Alles andere kommt jetzt an die Reihe. Der Finanzrahmen, betont Ulf Kötzing, sei begrenzt. 455  000 Euro können verbaut werden.

Pastor Seefeld steht vor der Scheune und sagt, dass er sich schon gut vorstellen könne, wie die Scheune mal aussehen werde. „Die Kirche ist im Wandel“, sagt er. Da passe es doch, dass sich auch die alte Pfarrscheune in eine neue Begegnugsstätte verwandele. Aber vorher kommen die Handwerker. Und die haben jede Menge Arbeit vor sich, bevor es heißt: Termin? „Eingehalten.“

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erstellt am 15.Mär.2017 | 08:00 Uhr

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