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Zeitung für die Landeshauptstadt

05. Dezember 2016 | 09:26 Uhr

Hausbesuche in Schwerin : Ein Ball und viele Bücher

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Thema der Woche: Besonderer Service. Logopädin und Physiotherapeutin besuchen ihre Patienten zu Hause – allerdings nur mit Verordnung

Schwer ist die Tasche von Erika Knoop, wenn sie sich auf den Weg zu ihren Patienten macht. Spiele, Bücher, einen Computer mit Therapieprogrammen packt sie ein. „Wenn unsere Patienten aus medizinischen Gründen nicht zu uns in die Praxis kommen können, dann fahren wir auch zu ihnen nach Hause“, erklärt die Logopädin. In dieser Woche stellt SVZ einige der Dienstleister vor, die ihren Service nicht nur in den eigenen Räumen, sondern auch direkt beim Kunden anbieten.

„Bei uns geht das aber nur mit einer Verordnung vom Arzt und da gibt es strenge Regeln“, sagt Elke Wilitzki. Die Physiotherapeutin hat seit 20 Jahren gemeinsam mit Erika Knoop eine Praxis. „Einen Ball, eine Matte und manchmal eine transportable Therapieliege nehme ich mit “, erzählt sie. Aber auch eine Bürste oder Watte für die Sinne und die Feinmotorik gehören zur Ausstattung der Physiotherapeutin. „Manchmal brauchen wir keine großen Materialien, alltägliche Dinge, die sich auch zu Hause bei den Patienten befinden, helfen uns schon weiter.“

Beide Frauen sind verpflichtet, Hausbesuche zu machen und in dem Bereich gut ausgelastet. „Wir haben uns auf die Behandlung von Kindern spezialisiert, das bieten nicht viele in der Gegend an“, erklärt Elke Wilitzki. Dennoch müssen die Patienten erst in der Umgebung nach einer Praxis suchen.

Die Patienten profitieren von der Zusammenarbeit der Logopädin und Physiotherapeutin. „Oft bekommen sie beides verordnet und wir können uns in der Therapie ergänzen und austauschen“, sagt Erika Knoop. Die beiden Frauen und ihre sechs Mitarbeiterinnen sind täglich zu Hausbesuchen unterwegs, an festen Tagen auf der Wachstation und in Pflegeheimen. Neben Menschen mit Behinderungen gehören auch Menschen mit chirurgischen und neurologischen Erkrankungen zu ihren Patienten.

Trotz der genauen Vorbereitung funktioniert ein Hausbesuch oft nicht so gut wie in der Praxis. „Für die Behandlung kann ich nur das nutzen, was ich mit habe. In unseren Räumen bin ich flexibler“, so die Logopädin. Auch die Krankengymnastik sei in der Praxis einfacher, ergänzt Elke Wilitzki. „Zuhause stehen überall Möbel, hier haben wir viel mehr Platz.“

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erstellt am 08.Nov.2016 | 23:38 Uhr

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