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Zeitung für die Landeshauptstadt

31. Mai 2016 | 21:52 Uhr

Neuer Chef : E-Werk zeigt Kunst aus dem Land

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Andreas Wegner ist neuer Chef des Schweriner Kunstvereins und würde gern mehr politische Positionen sehen

Der Kunstverein Schwerin startet durch. Unter der Regie seines neuen künstlerischen Leiters Andreas Wegner entstand die erste Ausstellung dieses Jahres. Gezeigt werden in der Kunsthalle im E-Werk Arbeiten von elf Künstlern aus Mecklenburg-Vorpommern.

„Ich freue mich über das breite Spektrum der hier ausgestellten Arbeiten und danke unserem neuen künstlerischen Leiter für den gelungen Einstand“, sagte Dr. Sebastian Retzlaff, Vorsitzender des Kunstvereins Schwerin, bei der Eröffnung.

„Wir zeigen hier relativ gegensätzliche Arbeiten, die einen Einblick in die Produktion zeitgenössischer Künstler vermitteln, die ihren Lebensmittelpunkt in Mecklenburg-Vorpommern haben“, erläuterte Wegner. Als Titel der Ausstellung hat er ein amüsantes Wortspiel gewählt: „Situs vi Latin isset abernit“. Zu sehen sind etwa 30 Bilder von insgesamt elf Künstlern: Andreas Barth, Ute Gallmeister, Lars Lehmann, Barbara Kinzelbach, Anka Kröhnke, Hanna-Sophie Kuhlmann, Barbara C. Tucholski, Udo Rathke, Sonja Rolfs, Helmut Senf und Ruzica Zajec.

Die Bandbreite reicht von großformatigen Ölgemälden von Lars Lehmann, die zum Entdecken einladen, über filigrane Zeichnungen von Barbara C. Tucholski bis hin zu Installationen wie etwa von Ruzica Zajec. In Sonja Rolfs begehbarer Box verschwindet die Realität, zieht die Ruhe des Waldes ein. Anka Kröhnke spielt mit Materialien, hat aus ausgedienten Getränkedosen ein zweidimensionales Bild gefertigt.

Für besondere Aufmerksamkeit bei Ausstellungsbesuchern älterer Jahrgänge aus Schwerin sorgte ein großer Wandteppich: die „Nervenzelle“ von Hanna-Sophie Kuhlmann. Viele konnten sich daran erinnern, dass er einst in einem Chefarztzimmer im Klinikum hing, aber nach der Wende verschwand. „Den hat uns das Mueßer Volkskundemuseum zur Verfügung gestellt“, erzählte Wegner.

Der künstlerische Leiter des Vereins war mit der Besucherresonanz der Vernissage sehr zufrieden. Für künftige Expositionen könne er sich mehr politische Positionierungen vorstellen – die Thematisierung nationaler und internationaler Probleme, die die Region und ihre Menschen angingen, wie etwa Migration, Gastarbeiter, Prekarisierung, Umweltverschmutzung, Naturschutz.

Die Ausstellung ist mittwochs bis sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen gibt es mittwochs um 17 Uhr.

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erstellt am 16.Feb.2016 | 17:00 Uhr

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