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Zeitung für die Landeshauptstadt

27. Februar 2017 | 17:19 Uhr

Vor der Stollenprüfung in Parchim : „Die wichtigste Zutaten sind Liebe und echter Rum“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Trammer Bäckermeister Uwe Badel will ein siebtes Mal Gold für sein Weihnachtsgebäck

Ein süßer Duft liegt in der Luft. Es riecht nach Mandeln, Rum und Rosinen in der Trammer Backstube. Die Adventsbäckerei ist bereits in vollem Gang. Auf einem der Tablettwagen liegen dicht an dicht dutzende Stollen. „Das sind Butterstollen. Unsere Goldstücke“, sagt Bäckermeister Uwe Badel. Jeder einzelne der 750-Gramm-Stücke glänzt nicht nur in einem goldig-warmen Braunton, sondern ist auch gold wert. Jedenfalls hat das die Jury der Bäcker- und Konditoren-Innung Süd-Westmecklenburg in den vergangenen sechs Jahren so entschieden. Auch in diesem Jahr will der Trammer Bäckermeister mit seinem Butterstollen bei der Stollenprüfung am Mittwoch in Parchim die Bestwertung erringen.

Sein Rezept sei streng geheim. Nur wenige Zutaten lässt Uwe Badel sich entlocken: „Mehl, Butter, Zucker, Hefe, Orangeat und Zitronat sowie Rosinen und noch ein paar andere Dinge“, sagt der 58-Jährige und presst die Lippen zusammen. Aber was macht den Trammer Stollen zum Goldstück, wollen wir wissen. „Echter Rum und natürlich ganz viel Liebe. Dann schmeckt er auch“, sagt Badel und schiebt forsch hinterher: „Nun ist aber gut. Mehr wird nicht verraten.“

Seit seiner Lehre hütet er das Geheimnis für seinen perfekten Butterstollen und ändert es seitdem immer wieder etwas ab. Mittlerweile ist der Meister bei 60 Prozent Butter – auf die verwendete Menge Mehl gerechnet. „Er ist eben nicht nur gold wert, sondern auch wahres Hüftgold“, sagt Badel und lacht. Das gehört für den Trammer Bäcker aber zur Weihnachtszeit dazu. Plätzchen und Kuchen, die schlank machen, hätte noch niemand erfunden.

Dass Qualität auch ihren Preis hat, würden von Jahr zu Jahr immer mehr Kunden begreifen. 2015 hat er mehr als 1000 Butterstollen gebacken. „Aber ich kann für 3,50 Euro keinen Stollen produzieren. Davon lassen sich nicht einmal vernünftige Zutaten einkaufen“, erklärt der Bäckermeister und rührt die Werbetrommel für das Handwerk.

Uwe Badel liefert seine Stollen bis nach Hamburg. Verkauft werden sie zudem in Plate, Parchim, Crivitz, Banzkow, Tramm sowie am mobilen Verkaufswagen.

Am nächsten Mittwoch wird es ernst für den der Trammer Bäcker. Dann muss er sich gegen Mitstreiter aus Neu Kalliß, Bennin, Neustadt-Glewe, Ludwigslust und Muchow durchsetzen. Uwe Badel ist zuversichtlich: „Ich möchte auch ein siebtes Mal Gold holen und wir geben wieder unser Bestes“, sagt er. Drei Tage vorher geht es los, denn so lange benötigt auch der Meister für einen Stollen.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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