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Zeitung für die Landeshauptstadt

03. Dezember 2016 | 03:24 Uhr

Jameler Gesichter : Die Baumpaten der Nachwuchsallee

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Idee von Kerstin und Gerd Weiberg wächst und gedeiht: Vier neue Jameler 2016

Förster Gerd Weiberg hat gerade drei Baumhasel und eine Zierbirne bestellt. „Mitte November pflanzen wir die an der Nachwuchsallee – für die vier Babys aus Jameler Familien, die in diesem Jahr geboren wurden“, erläutert der 48-Jährige. Das sind nicht einfach nur doppelt so viele Babys und Bäume wie bei der Premiere im vorigen Jahr. „So viel Nachwuchs hatten wir in Jamel seit 1990 nicht mehr“, erzählt Gerd Weiberg. Einen direkten Zusammenhang mit der Pflanzaktion will Kerstin Weiberg nicht herstellen. „Aber es freut uns sehr, dass alle Familien mitmachen und wir gemeinsam die Nachwuchsallee wachsen und gedeihen lassen“, sagt die 44-Jährige.

Die Eheleute sind Ideengeber und Baumpaten für die Nachwuchsallee. Seit mehr als 20 Jahren leben der Förster und die Hörgeräteakustikerin im Forsthaus. Ihre Kinder Adele und Jakob sind hier groß geworden. „Als wir auf dieses Jubiläum gestoßen sind, haben wir uns überlegt, etwas für unser Dorf zu machen, etwas Bleibendes“, erzählt Kerstin Weiberg. Als Förster hat ihr Mann immer Bäume im Blick. Und da fiel ihm auf, dass die Apfelbaumreihe an der Forststraße mehr Lücken als Bäume hat. „So entstand die Idee, dort wieder Bäume zu pflanzen, an denen sich die Jameler erfreuen und zudem die Tiere Futter finden“, fügt der 48-Jährige an. Die Eheleute kaufen eine Baumhasel für jeden Jungen, eine Zierbirne für jedes Mädchen. Und die im vorigen Herbst gepflanzten Baumhasel sind angewachsen – dank der Pflege durch die Weibergs und die Familien. „Die Jungs sind noch zu klein, um zu helfen“, betont Kerstin Weiberg. Sie hofft aber durchaus, dass die Kinder später ihre Bäume pflegen, diese als Verknüpfung zum Heimatdorf Jamel annehmen werden. Von den Nachbarn gab es viel Lob für die Aktion. Und auch die Gemeinde Banzkow würdigte bereits das Engagement von Kerstin und Gerd Weiberg: Sie durften sich ins Ehrenbuch eintragen. „Deshalb haben wir das aber nicht gemacht“, betont Kerstin Weiberg. „Wir wollen einfach Jamel schöner machen.“

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erstellt am 06.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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