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Zeitung für die Landeshauptstadt

08. Dezember 2016 | 10:52 Uhr

Freiwilligendienst : Der Weg zum Traumjob

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Cindy Schultz und Janett Dunst schwören auf das soziale Jahr: Beim Paritätischen gibts noch Stellen für dieses Jahr

Eigentlich wollte Janett Dunst sich nach ihrem Schulabschluss um eine Ausbildung bei der Polizei bewerben. Doch ein Sportunfall machte der Fußballerin einen Strich durch die Rechnung. Was jetzt? „Ich stamme aus einer großen Familie, deshalb hatte ich Lust auf irgendetwas im sozialen Bereich“, sagt die Schwerinerin. „Ich kann aber kein Blut sehen, damit fiel Krankenschwester schon mal aus.“ Der Paritätische half der Schulabgängerin, einfach mal reinzuschnuppern in einen sozialen Job. Janett Dunst machte ein Freiwilliges Soziales Jahr. Heute, mehr als zehn Jahre später, ist sie wieder bei dem Arbeitgeber angestellt, bei dem sie sich damals ausprobierte, bei der Anker Sozialarbeit. Damals arbeitete sie in der Tagesstätte, machte erste Erfahrungen mit psychisch Kranken. Inzwischen ausgebildete Jugend- und Heimerzieherin hat sie heute gemeinsam mit Kollegen der Sozialpädagogischen Hilfe ein neues Projekt am Start, eine Tagesgruppe für Kinder zwischen sechs und elf Jahren, die einen besonderen Schwerpunkt auf den Umgang mit Tieren legen soll. Janett Dunsts großer Traum ist es jetzt, einen eigenen Therapiehund auszubilden und mit ihm gemeinsam zu arbeiten. Jutta Plötz, ihre Fachberaterin beim Paritätischen, besucht Janett Dunst noch regelmäßig auf eine Plauderei. Die inzwischen 32-Jährige sagt ganz klar: Das FSJ hat ihr bei der Berufsfindung geholfen. Spätentschlossene können jetzt noch zwischen Restplätzen wählen. „Noch sind Stellen in der Behindertenhilfe und in der Pflege zu vergeben“, sagt Annette Damrath vom Referat Freiwilligendienste beim Paritätischen mit Sitz in der Gutenbergstraße 1. „Es lohnt sich, einfach bei uns anzurufen und zu fragen, ob und wo noch Plätze frei sind.“ Der Bewerbungszeitraum für den Zyklus ab September 2017 startet im Frühjahr.

Auch Cindy Schultz ist über das Freiwillige Soziale Jahr zum Traumberuf gekommen. 2003 machte sie Abitur in Ludwigslust, beim Paritätischen fand sie eine FSJ-Stelle in Rostock, wo auch ihr Freund wohnte. Die Abiturientin arbeitete in einer intensiv betreuten Wohngruppe für Kinder und Jugendliche. Anschließend studierte sie Erziehungswissenschaften. Seit 2012 ist die Sozialpädagogin beim Internationalen Bund angestellt und arbeitet als Schulsozialarbeiterin am Schweriner Goethegymnasium. Zuvor war sie zwei Jahre lang in der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking beschäftigt. Das Freiwillige Jahr habe ihr nicht nur Spaß gemacht, sondern auch Zeit gegeben, reifer zu werden und sich intensiv mit den eigenen Zukunftsplänen auseinanderzusetzen. Ihren Freund hat Cindy Schultz inzwischen geheiratet, die beiden haben zwei Kinder. Ihr Job macht ihr großen Spaß. Sie ist Ansprechpartnerin für Schüler, Eltern und Lehrer, begleitet Schülerrat und Streitschlichter, bietet Projekte an, zum Beispiel zu Themen wie Smartphone, Drogen oder Babybedenkzeit.


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erstellt am 07.Okt.2016 | 23:33 Uhr

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