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Zeitung für die Landeshauptstadt

09. Dezember 2016 | 12:35 Uhr

Badestelle am Tiefen See : Demen bekommt neuen Badesteg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die alte und marode Holzkonstruktion wurde abgerissen. Neubau soll Ende November fertig sein

Der Anblick hat etwas Skurriles: Lange Stahlrohre ragen aus dem Wasser. Sie wirken riesig – und verloren. Die Männer auf dem Ponton haben dafür keinen Blick. Sie konzentrieren sich auf die Arbeit und rammen mit schwerer Technik Pfahl für Pfahl in den Seegrund. Die stählernen Rohre bilden den stabilen Untergrund für den neuen Badesteg, der an der Badestelle am Tiefen See gebaut wird.

„Wir sind seit etwa zwei Wochen hier“, erzählt Fred Babbel. Er ist der Chef des gleichnamigen Tauchunternehmens aus Zickhusen und hier mit drei Männern vor Ort. Den Oberbau des alten Holz-Badesteges hat die Gemeinde Demen mit Helfern in Eigenregie abgerissen. So wurden Kosten und Zeit gespart. Die Pfähle aus dem Wasser gezogen hat dann die Firma mit ihrer Technik. „Jetzt sind wir bei der Pfahlgründung“, fährt Babbel fort. „Bis zu 16 Meter lang sind die Stahlrohre, die wir in den See rammen.“ 54 Rohre sind es insgesamt, mehr als die Hälfte sind bereits „verbaut“. Am Ende ragen die Metallpfähle nur noch knapp 30 Zentimeter aus dem Wasser. Nach der Gründung geht es mit dem Aufbau weiter. Der Steg wird aus Lärchenholz errichtet. Die beiden Seitenzugänge werden 25 Meter in den See hineinragen und eine Querverbindung erhalten. Damit ist der Neubau nur etwas kleiner als der Vorgänger-Badesteg.

Verläuft alles wie geplant, soll der Steg Ende November fertig sein, informiert Fred Babbel.

Die Kosten für den Neubau betragen insgesamt 215 000 Euro. Die Gemeinde erhält für dieses Projekt Fördermittel – mehr als die Hälfte der Bausumme. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich auf 100 000 Euro. Bürgermeisterin Heidrun Sprenger freut sich, dass das Projekt umgesetzt werden kann. Schon die vorherige Gemeindevertretung hatte das Vorhaben angepackt, es aber nicht mehr realisieren können. Die Fördermittel fehlten. Auch die neue Gemeindevertretung musste warten, bis das Bauprojekt wirklich realisiert werden konnte.

Der Badesee sei für die Gemeinde Demen wichtig, betont die Bürgermeisterin. Hier findet jedes Jahr im Sommer Schwimmunterricht für Kinder statt. Die Kurse bietet der Arbeiter-Samariter-Bund, Kreisverband Schwerin-Parchim, an. Er bildet zudem selbst Rettungsschwimmer und Schwimmlehrer aus. Und, so betont Heidrun Sprenger, die Badestelle nutzen natürlich auch die Einheimischen gern. Deshalb sei dieses Projekt so immens wichtig für Demen.

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erstellt am 26.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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