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Zeitung für die Landeshauptstadt

02. Dezember 2016 | 21:05 Uhr

Buga 2025 in Schwerin : Chancen für Buga 2025 stehen gut

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schwerin hat sich offiziell um eine Bundesgartenschau 2025 beworben – dagegen erheben sich kritische Stimmen

Das offizielle Verfahren für eine zweite Bundesgartenschau in Schwerin ist in Gang gesetzt. Die Stadt hat bei der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft in Bonn ihre Bewerbung abgegeben (SVZ berichtete). Anderthalb Stunden lang haben der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum, Stadtwerkechef Dr. Josef Wolf, die Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen, Ilka Wilczek, und der Erarbeiter der Machbarkeitsstudie, Bernhard Schwarz vom Büro sinai, die Ideen für eine Buga 2025 präsentiert. Ihr Eindruck: Schwerin hat gute Chancen auf eine weitere Bundesgartenschau.

Bei der Bundesgartenschaugesellschaft wurde das Konzept äußerst positiv aufgenommen. „Eine neue Buga in Schwerin bedeutet für mich natürlich etwas ganz Besonderes, nachdem ich noch im operativen Geschäft die Bundesgartenschau 2009 geführt habe“, sagte Geschäftsführer Jochen Sandner. „Das vorliegende Konzept würde eine perfekte Fortsetzung der integrierten Stadt- und Regionalentwicklung bringen. Noch mehr grüne Parkperlen für die Schweriner und ihre Gäste.“ Seinem Eindruck nach sei das Konzept „sehr schlüssig“. „So stelle ich mir idealerweise die Buga 2025 vor“, so Sandner.

„Die Bundesgartenschau Schwerin 2025 wird ein genauso erfolgreich und großer Schritt nach vorn sein, wie die Buga 2009“, sagte Dr. Josef Wolf. Und auch Ilka Wilczek zeigte sich optimistisch: „Die Bundesgartenschau 2009 war eine Erfolgsstory. Und sie wird mit vielen neuen Ideen eine Fortsetzung finden. Wir werden die Öffnung der Stadt zum Wasser weiterentwickeln, Schwerin als Perle des Städtetourismus noch bekannter machen und bleibenden touristischen Mehrwert für die Stadt, die Bürger und Gäste schaffen“.

Die Abgabe der Buga-Bewerbung zum jetzigen Zeitpunkt stößt aber – trotz eines entsprechenden Stadtvertreterbeschlusses – nicht auf allgemeine Zustimmung. Die AfD und die Aktion Stadt und Kulturschutz (ASK) laufen dagegen Sturm. Ihr Argument: Erst müsse es einen – ebenfalls von den Stadtvertretern beschlossenen – Bürgerentscheid geben, bevor sich Schwerin bewirbt. Doch auch diese Abstimmung ist inzwischen umstritten. Denn wofür oder wogegen sollten die Schweriner ihre Stimme abgeben? Die vorliegende Machbarkeitsstudie wird mit Sicherheit nicht eins zu eins umgesetzt. Die Bundesgartenschau 2009 hat es gezeigt. Da wurde aus „Eine ganze Stadt wird Buga“ am Ende „Sieben Gärten mittendrin“ – ein völlig anders Konzept.

Und auch der Termin eines Bürgerentscheids ist kritisch. Um die erforderliche Mindestbeteiligung zu erreichen, wäre eine Verknüpfung mit der Bundestagswahl im Herbst 2017 sinnvoll. Diesen Zeitpunkt hält die Deutsche Bundesgartenschaugesellschaft für zu spät.

In wenigen Wochen, Anfang Dezember, wird die Entscheidung fallen, ob Schwerin den Zuschlag für die Buga 2025 erhält. Danach muss die Stadt einen Vertrag mit der Bundesgartenschaugesellschaft abschließen. Ab dann werden auch Lizenzgebühren fällig. Für die Buga 2009 zahlte die Stadt insgesamt mehr als zwei Millionen Euro.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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