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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. September 2016 | 04:00 Uhr

Straßensanierung Banzkow : Bürger: Geht es ohne Vollsperrung?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Banzkower freuen sich auf Straßensanierung im Ort, wollen sich aber nicht mit Umleitung über Plate anfreunden – Lösung nun gefunden

Die Gerüchteküche hat in den vergangenen Tagen kräftig gebrodelt. Von acht Wochen Vollsperrung an der Banzkower Störbrücke war die Rede. Und das auch noch ab der kommenden Woche. Gestern kam nun Licht ins Dunkel.

Gut 60 Meter der alten Kreisstraße durch den Ort werden erneuert. Direkt hinter der Brücke. „Wir haben hier eine Fahrbahnbreite von 7 bis zu 7,5 Metern. Um einen einspurigen Verkehr zu gewährleisten, müssten 2,75 Meter mindestens frei bleiben“, erklärte Ronald Radscheidt vom beauftragten Ingenieurbüro Bauwas.

„Es wird ein Vollausbau der kompletten Fahrbahn werden“, erklärte Kreissprecher Andreas Bonin. Bedingt durch die im Unterbau verbauten Betonplatten werde sich der regelgerechte Ausbau der Fahrbahn relativ schwierig gestalten. „Die alten Betonplatten liegen teilweise übereinander, so dass die Arbeiten unter Vollsperrung sicherer und auch schneller vonstatten gehen könnten“, erläuterte Ronald Radscheidt.

Der Planer wies zudem darauf hin, dass genügend Platz für den Schwenkbereich der Maschinen bleiben müsse. Die Bedenken und die Bitte nach einer halbseitigen Sperrung während der Bauphase könne er aber ebenso verstehen. Letztendlich würden aber die Verkehrsbehörde und der Baubetrieb ihre Zustimmung für eine halbseitige Sperrung geben müssen.

Die Anwohner und Gewerbetreibenden interessierte das nur am Rande. Sie fürchten um ihre Existenz, bleibt die Strecke vier Wochen komplett dicht. „Die meisten meiner Mittagsgäste kommen von der anderen Seite der Brücke und würden sich nach Alternativen umschauen. Ich würde es ja selbst nicht anders machen“, erklärte Hans-Werner Müller von der Banzkower Pony-Bar.

Nachdem alle Probleme genau beleuchtet sowie Vor- und Nachteile abgewägt worden waren, gab es auch Ergebnis: Die Vollsperrung ist vom Tisch. „Wir werden nicht unter Vollsperrung bauen“, erklärte Bürgermeisterin Irina Berg sichtlich erleichtert, das Problem doch noch gelöst zu haben. Nur für die Zeit der Asphaltierung werde die Straße komplett gesperrt. Und lediglich Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen müssen den Bereich für die gesamte Zeit umfahren. „Für den Öffentlichen Personennahverkehr werden wir eine Lösung finden. Die Busfahrer werden eingewiesen“, so ein Mitarbeiter der Verkehrsbehörde. Der ÖPNV könne so mit geringen Einschränkungen abgesichert werden.

„Mit dem Baubeginn rechnen wir nach jetzigen Planungen voraussichtlich Anfang Oktober“, erklärte Kreissprecher Andreas Bonin. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest. Sofern die Baufirma alles geprüft und sich festgelegt hat, werde die Kommune informiert.

Hans-Werner Müller und seine Mitstreiter sind zufrieden. Mit einer Vollsperrung für wenige Tage könne er gut leben.

Und auch als Plates Bürgermeister sieht Ronald Radscheidt keine Probleme, wenn der Schwerlastverkehr Banzkow umfahren muss: „Die Straßen sind dafür ausgelegt und die meisten Lastwagen werden auf die B 321 ausweichen.“

Die Gesamtleistung für die Straßensanierung in Höhe 60 000 Euro wurde an die Firma Matthäi aus Leezen vergeben.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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