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Zeitung für die Landeshauptstadt

01. Oktober 2016 | 09:01 Uhr

Schwerin prüft Sicherheit : Brandschutz an Schulen verbessert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt holt fehlende Kontrollen in öffentlichen Gebäuden nach – Arbeitsgruppe legt Prioritäten für Mängelbeseitigung fest

Im März hatte unsere Zeitung berichtet, dass es erhebliche Defizite bei den Brandschutzkontrollen an den Schweriner Schulen gibt: Die Fristen für die so genannten Brandverhütungsschauen waren zum Teil erheblich überschritten worden. Der für den Brandschutz zuständige Dezernent Bernd Nottebaum hatte damals versprochen, dass an der Lösung des Problems mit Hochdruck gearbeitet werde. „Der Verwaltung sind die Defizite bekannt. Deshalb wurde der zuständige Bereich bereits Anfang 2015 personell verstärkt.“ Denn die Brandverhütungsschauen könnten nur nur von speziell qualifizierten Mitarbeitern durchgeführt werden.

Mittlerweile seien alle Kindertagesstätten der Stadt überprüft worden und auch bei den Schulen käme die Feuerwehr jetzt deutlich voran. „Entsprechend der verfügbaren Ressourcen werden schwerpunktmäßig Schulen und Horte überprüft. Dabei werden die Gebäude und Objekte, bei denen Fristüberschreitungen bestehen, zuerst begangen. Voraussichtlich wird der Rückstand bis zum Jahresende aufgeholt sein“, versichert der Dezernent.

Doch die Durchführung der Schauen sei nur der erste Schritt. Werden dabei Mängel festgestellt, würden diese protokolliert, ausgewertet und schrittweise behoben. „Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet, der Vertreter des Brandschutzes, des Zentralen Gebäudemanagements, der Schulverwaltung und der Kita gGmbH angehören. Dort werden die Prioritäten festgelegt“, skizziert Nottebaum die Abläufe. Dabei müssten jedoch auch die Möglichkeiten im Blick behalten werden. „Ein großes Problem ist, dass sich die Brandschutzbestimmungen in den vergangenen Jahren drastisch verschärft haben“, sagt der Dezernent. „Das bedeutet, dass selbst bei Gebäuden, die vor 10 oder 20 Jahren errichtet wurden und die damals alle bau- und sicherheitstechnischen Normen erfüllt haben, jetzt möglicherweise schon wieder Handlungsbedarf besteht.“

Doch der betrifft in der Regel vor allem ältere Gebäude. „Wir schaffen derzeit an der Fritz-Reuter-Schule einen zweiten Rettungsweg. Und in der Turnhalle der Grundschule am Mueßer Berg wurde eine neue Brandschutzdecke eingezogen“, nennt Nottebaum aktuelle Beispiele. Insgesamt stünden in diesem Jahr rund 1,7 Millionen Euro für die Instandsetzung beziehungsweise Modernisierung der Schulgebäude bereit.

Die Sicherheit sei an den Schulen aber gewährleistet. „An allen Schulen und Horten sind erste Rettungswege vorhanden. Der zweite wird in vielen Gebäuden ebenfalls sichergestellt. In einigen muss der zweite Rettungsweg allerdings durch den Einsatz von Leitern der Feuerwehr ersetzt werden. Deshalb werden dort bei Brandmeldungen grundsätzlich sofort zwei Drehleitern eingesetzt.“

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erstellt am 22.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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