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Zeitung für die Landeshauptstadt

10. Dezember 2016 | 17:38 Uhr

Schweriner Köpfe : Bei ihm vergeht Zeit wie im Fluge

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Uhrmachermeister Hans-Joachim Dikow ist „de Klockenschauster ut de Münzstraat“ und hilft auch Kirchturmuhren in Not

Wenn Hans-Joachim Dikow erzählt, vergeht die Zeit wie im Fluge. Doch in seinem Werkstattladen in der Münzstraße tickt die Welt ohnehin ein bisschen anders. Hier gibt es regelmäßig „Kultur beim Klockenschauster“, Uhrmachermeister Dikow gibt in Seminaren sein Wissen an Laien weiter, hat einen Uhrenclub in Schwerin gegründet, organisiert Uhrenbörsen und Benefizveranstaltungen wie das Shanty-Konzert heute Abend im Capitol, um Kirchturmuhren in Not zu helfen. Redakteur Bert Schüttpelz stellte ihm die zehn Fragen der SVZ.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Schwerin?

Hier in meiner Werkstatt in der Münzstraße 21. Diese besondere Atmosphäre möchte ich nicht missen.
Was würden Sie als Oberbürgermeister in Schwerin sofort ändern?

Ich würde alle möglichen Initiativen ergreifen, um die Stadt für junge Leute attraktiver zu machen.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben?
Das war ein Ferienjob bei Schall & Schwenke, ein echter Knochenjob in der Brauerei. Für das Geld habe ich mir eine Schlaghose nähen lassen.

Was würden Sie gerne können?
Ein Instrument spielen, zum Beispiel Schlagzeug.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Das sind die Herzchirurgen, Die sind für mich wirklich Götter in Weiß. Und das ist kein Spruch.

Welches Buch lesen Sie gerade?
„Kampf der Kulturen“, ein politikwissenschaftliches Buch von Samuel Huntington, das den Untertitel „Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert“ trägt . Das hat mir ein Kunde empfohlen, der als Entwicklungshelfer in Afghanistan arbeitet. Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich schaue nicht viel Fernsehen, aber die Heute-Show gucke ich mir doch gern an.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Den Dalai Lama. Das muss ein sehr interessanter Mann sein.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Ich habe vor genau sieben Jahren eine Operation am offenen Herzen gehabt. Sie ist gelungen. Seither empfinde ich jeden Tag wie ein Geschenk – das mir die Götter in Weiß gemacht haben.

Was werden Sie als Rentner machen?

Uhren reparieren. Zumindest bis ich 70 bin. Dann werde ich weitersehen.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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