zur Navigation springen

Zeitung für die Landeshauptstadt

26. September 2016 | 02:14 Uhr

Für sichere Autobahnen : Autobahnmeister sind mittendrin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neue Servicestation für A 24 und A 14 steht im Gewerbegebiet Fahrbinde / Herzstück ist eine moderne Winterdienstzentrale

Die 37 Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Fahrbinde müssen sich erst noch an den neuen Namen gewöhnen: Bis zum Beginn der Woche arbeiteten sie in der Autobahnmeisterei Suckow. Doch der 35 Jahre alte Standort hat ausgedient, auch weil der durch die Länderbildung Anfang der 1990er-Jahre und jetzt durch den Bau der Autobahn 14 am Rande liegt. „So eine Servicestation gehört ins Herz des Autobahnnetzes“, betonte Landesverkehrsminister Christian Pegel bei der gestrigen Schlüsselübergabe.

Der neue Standort im Gewerbegebiet Fahrbinde, in Sichtweite des Autobahnkreuzes Schwerin, sei die beste Wahl gewesen. Das liegt mittendrin und so können kurze Wege und guter Service bei der Unterhaltung von gut 90 Kilometer Autobahn garantiert werden – vom modernen Standort aus. Ende nächsten Jahres kommen zehn Kilometer hinzu, wenn die A 14 Brandenburg erreicht.

Besonders stolz ist Autobahnmeister Ralf Weißflog auf den Salz-Sole-Komplex: „So eine Anlage gibt es bislang nicht in Mecklenburg-Vorpommern.“ 1500 Tonnen Salz passen in die Lagerhalle mit doppelten Stützsystem. Die Architekten vom Schweriner Büro Stutz und Winter haben für das Gebäude und für das Lagergut getrennte Tragkonstruktionen entworfen. Gemischt wird neben der Halle in Silos. Und da können die Streufahrzeuge durchrollen, werden schnell und einfach beladen. „Das funktioniert fast so wie ein Boxen-Stopp bei der Formel 1“, erzählt Ralf Weißflog stolz. Noch allerdings ist die Halle leer. Das erste Salz wird Anfang Oktober geliefert, danach wird die Anlage eingestellt. Und drei Mitarbeiter für den Winterdienst kommen hinzu. Bevor der erste Schnee kommt, ist alles startklar, betont der Autobahnmeister.

Das war auch das große Ziel, als vor zwei Jahren mit dem Bau begonnen wurde. Rund 7,5 Millionen Euro stellte der Bund als Bauherr zur Verfügung. Zeit- und Kostenrahmen wurden übrigens genau eingehalten. Über diese doppelte Punktlandung freut sich auch Manfred Silvanus vom Bundesverkehrsministerium. „Denn das ist leider nicht die Regel.“

Zudem hat auch die Gemeinde Rastow mit dem Verkauf der Fläche im Gewerbegebiet Fahrbinde entscheidend zu diesem Projekt beigetragen, betonte Thomas Taschenbrecker, Leiter des Straßenbauamtes Schwerin. „Mit dieser Ansiedlung ist für das Gewerbegebiet Fahrbinde eine Schallmauer durchbrochen“, ist Alt-Bürgermeister Hartmut Götze überzeugt. Das Areal werde wie die Region vom Weiterbau der A 14 profitieren.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 22.Sep.2016 | 23:44 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen