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Zeitung für die Landeshauptstadt

01. Oktober 2016 | 01:48 Uhr

Saisonstart in Schwerin : Australier gespannt aufs Theater

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heute startet neue Spielzeit mit dem Wochenende der drei Schauspiel-Premieren – Schüler aus Melbourne blicken hinter die Kulissen

Sie kommen vom anderen Ende der Welt und finden Schwerin richtig toll: Schüler vom Monbulk College aus der australischen Millionenstadt Melbourne sind derzeit als Austauschschüler des Sportgymnasiums in der Stadt. Und natürlich steht bei ihnen auch ein Besuch des Mecklenburgischen Staatstheaters auf dem Programm. Mit Theaterpädagogin Nele Tippelmann und Marlen Schaal von der Marketingabteilung durften die jungen Leute gestern schon mal einen Blick hinter die Kulissen wagen und ausnahmsweise auch auf der Bühne stehen. Denn die ist ab heute wieder den Profis vorbehalten. Mit dem Wochenende der Premieren startet das Mecklenburgische Staatstheater heute Abend in Schwerin in die neue Spielzeit.

Das Schauspielensemble unter der neuen Leitung von Martin Nimz eröffnet mit einem Premierenreigen an drei aufeinanderfolgenden Abenden die Saison – ein Ereignis, das es in der Landeshauptstadt seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat. „Es war natürlich eine enorme Belastung für das Ensemble, parallel zu proben, aber alle haben sich darauf gefreut“, sagt Theatersprecherin Franziska Pergande.

Goethes „Faust“ ist die Eröffnungsinszenierung im Großen Haus, in der Martin Nimz heute sein Schweriner Regiedebüt gibt. In dieser Spielzeit werden nur neun Vorstellungen des Klassikers gegeben, von denen drei bereits ausverkauft sind, darunter die Premiere. Faust, der alles gelernt hat und doch nichts weiß, einen Pakt mit dem Teufel schließt und sich frisch verjüngt an Mephistopheles Seite auf eine verhängnisvolle Reise begibt, wird in Schwerin von Andreas Anke gespielt.

Als zweite Premiere folgt morgen im E-Werk „Hundeherz“, die aber ebenfalls ausverkauft ist. Michael Bulgakows „russischer Faust“ war als Satire auf den neuen proletarischen Menschen, der für seine Schöpfer zum Albtraum wird, in der Sowjetunion lange verboten. Die 1985 in Teheran geborene Regisseurin Mina Salehpour bringt die Geschichte auf die Bühne.

Restkarten gibt es noch für die Premiere von Heinrich von Kleists Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ am Sonntag um 18 Uhr im Großen Haus. Regisseurin Mareike Mikat führt bei diesem herausragenden Werk der deutschsprachigen Literatur zum ersten Mal in Schwerin Regie.

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erstellt am 23.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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